Die Elfen

Der nordöstlichste Teil der Insel wird von den Hoch- und Waldelfen bewohnt, sie waren nach den Echsen die ersten Bewohner.

Die Vorfahren dieser Elfen lebten einst auf einer Halbinsel, die jedoch im Laufe der Jahrtausende vom Festland abgetrennt wurde. Die Elfen konnten sich aber nicht am Festland ansiedeln, da dies schon dicht bevölkert war. Da sie jedoch, vom Leben auf einer Halbinsel geprägt, den Bau von mächtigen Schiffen beherrschten, beschlossen sie, ihre gewohnte Umgebung zu verlassen und sich eine neue Heimat zu suchen.

Nach jahrelanger Reise entdeckten sie schließlich die Insel Kaefondéra, die ihren Ansprüchen einigermaßen gerecht werden konnte. Im nördlichen Teil der Insel trafen sie auf die Waldechsen, die mit den Sandechsen die ursprünglichen Bewohner sind. Sie einigten sich mit ihnen, auf der Insel leben zu dürfen, mussten ihnen dafür aber ein Versprechen geben: In Zukunft sollten sie für das Gleichgewicht auf der Insel sorgen, falls noch mehr Lebewesen diese erreichen sollten. Diese Anordnung der Echsen ist allgemein als die „Philosophie“ bekannt.

Die Hochelfen (Tareldar oder Tarqendi) und Waldelfen (Tawarwaith) leben zwar getrennt, da die Hochelfen ihre prächtige Stadt den schönen Wäldern der Waldelfen vorziehen, die sich wiederum mit den mächtigen Bauten der Hochelfen nicht anfreunden können, sie sind jedoch eng miteinander befreundet, wenn nicht sogar von einem Volk die Rede sein kann.

In den Wäldern der Waldelfen sind auch einige Waldläufer zu finden, Menschen die während den Bürgerkriegen von den Kämpfen genug hatten und sich zu den Elfen in die ruhigen Wälder flüchteten.

 

 

Geschichte / Zeitrechnung

 

Die Elfen haben eine eigene Zeitrechung. Sie haben jedoch im Jahr ihrer Anreise, die Zeitrechung der Echsen übernommen (EZ), wenn es um Kommunikation mit anderen Völkern geht. Untereinander behalten sie ihre eigene Rechnung bei. Bei ihnen gilt 1 Yeni = 144 Jahre,  1 Coronar = 1 Jahr

Das gegenwärtige Datum ist bei den Elfen 60 Yeni 136 Coronar, also das Jahr 8776

In EZ ist es das Jahr 4505

 

5328

37 Yeni

Brudermord (ein Elf tötet zum ersten Mal einen Elfen) Der Krieg der Elfen beginnt, wodurch Drows/Dunkelelfen „entstanden“

 

5763

40 Yeni 3 Coronar

Die Halbinsel ist nun völlig abgetrennt, und die Elfen, die nun Kaefondéra bewohnen, treten ihre Schiffsreise an, in der Hoffnung eine neue Heimat zu finden.

 

5776

40 Yeni 16 Coronar

Die Elfen entdecken Kaefondéra und beschließen, sich dort niederzulassen. Die Echsen schreiben zu diesem Zeipunkt das Jahr 1505 (EZ).

 

EZ 3120

Der seit 3118 herrschende Bürgerkrieg der Menschen greift nun auch auf die Elfen über. Ein Teil der Menschen will die Elfen durch einen Angriff auf See überwältigen. Die mächtigen Schiffe der Elfen halten dieser Belagerung jedoch leicht stand und vernichten die Flotte der Menschen komplett.

 

EZ 3302

Zwischen den Grünen und Braunen Orks herrscht Krieg, daraufhin ordnet die  Hochelfe Anoriel, im Sinne der „Philosophie“ handelnd, an, dass sie sich trennen. Die Grünen Orks bleiben im Grasland zwischen den Wäldern, die Braunen Orks ziehen in die Steppe südlich des Blankzahnwaldes.

 

EZ 4453

Die Elfen schicken eines ihrer Schiffe mit ungefähr 100 Hoch- und Waldelfen aus, um die mysteriöse Greifeninsel zu erkunden. Das Schiff ist seither spurlos verschwunden und keiner hat es mehr gewagt, dieser Insel zu nahe zu kommen.

 

EZ 4505

Gegenwart

 

 

Regierungsform und Gesellschaft

 

Bei den Hochelfen gibt es den sogenannten Ältestenrat „Istyari“ (Die Weisen), welcher zwar nicht wie ein König über die anderen Elfen herrscht und Befehle anordnet, aber immer als Ratgeber und Wegweiser zur Verfügung steht. Bei wichtigen Fragen (z.B. Kriege und Konflikte betreffend) beschließt der Rat wie vorgegangen werden sollte und sendet Abgeordnete und Botschafter aus. Dem Rat gehören 20 Hochelfen im Alter von 800 bis 1000 Jahre an, welches auch dem durchschnittlichen Höchstalter entspricht, an. (Sitz des Rates -> siehe Stadt)

Die Gesellschaft der Hochelfen ist auch dementsprechend strukturiert: Wenn die Elfen ein Alter von ca. 100 Jahren erreichen, legen sie ihre Jungelfenprüfung ab und verlassen ihr Elternhaus. Je älter die Elfen werden, desto mehr Ansehen erlangen sie. In den höchsten Türmen leben somit die ältesten Elfen, die einen immer höheren Stand in der Gesellschaft erreichen.

 

Bei den Waldelfen ist keine einheitliche Gesellschaftsstruktur zu erkennen. Sie leben in einzelnen Sippen und bilden eine große gleichberechtigte Gemeinschaft. Falls jedoch Fragen oder Probleme auftreten sollten, werden von den Sippen einzelne Elfen ausgesandt, welche wiederum von den einzelnen Gruppen immer wieder neu bestimmt werden.

 

 

Geographie und Städte

 

Die Hochelfen bewohnen das Gebiet ganz im Osten, an der Küste der nördlichen Landzunge. Dieses sehr ebene Gebiet wird somit östlich vom Meer und westlich vom Wald "Calar Taure" (Lichterwald) begrenzt. Der wiederum von dem Fluss „Ùlea Cuile“ (fließendes Leben) durchzogen wird. Dieser hügelige Wald wird im östlichen Teil von den Waldelfen bewohnt, im westlichen von den Waldechsen. Er erstreckt sich bis zum Ende der Landzunge, bis zum Gebiet der grünen Orks.

 

Die Städte der Hochelfen

 

Name Osto Elenion (Stadt der Sterne)
Einwohner 20000
Regierungsform
 
Ältestenrat (siehe oben) als beratende Instanz. Sitz des Rates ist  eine prächtige Festung, mit sechs Ecktürmen. Somit ergibt sich von oben gesehen ein Stern als Dach, welches wie das ganze Schloss prächtig mit Gold und glitzernden Steinen verziert ist. 
Einrichtungen



 

Am Hafen liegt eine gewaltige Schiffswerft, in der die mächtigen Schiffe der Hochelfen gebaut werden. Das Holz dafür wird von denWaldelfen geliefert, sie benutzen das Holz von besonderen Bäumen, die zu bestimmten Mondphasen gefällt werden, um die Stärke des Holzes zu verbessern. Ein Schiffsbau kann somit bis zu 200 Jahren dauern. Unter den anderen Völkern besteht außerdem das unbestätigte Gerücht, dass es sich um „magisches Holz“ handeln soll.

In der Stadt selber befinden sich außerdem einige große Waffenschmieden, die das Heer der Hochelfen mit Schwertern, Schilden, anderen Waffen und auch Rüstungen ausstatten.

Es gibt zwar nur wenige Tavernen, dafür aber große Weinkeller und Kammern mit köstlichsten Speisen.        

Die Stadt
 

Die Stadt besteht aus gigantischen schneeweißen Türmen. Auch die Straßen sind elfenbeinfarben und zahlreiche Rosenranken schlängeln sich an den Gebäuden nach oben. Die Dächer der verschiedenen Türme sind von mitternachtsblauer Farbe. Über den Straßen, zwischen den höheren Stockwerken, sind einzelne Türme wiederum durch Brücken verbunden.

Bewachung

 

Im Hafen befinden sich stets drei der mächtigen Schiffe als Schutz. Sie sind ständig von je 100Elfenkriegern besetzt, die die östliche Küste bewachen. Zudem ist immer ein Teil des stehenden Heeres in Bereitschaft. Das Heer setzt sich aus 3500 schwer gerüsteten Hochelfenkriegern und 1500 leicht gerüsteten Bogenschützen der Waldelfen zusammen.

Für bestimmte Situationen wird das Heerzusätzlich um rund 500 Kampfmagier beider Elfenarten erweitert.

Stimmung
 

Da sich nur Elfen in der Stadt aufhalten, ist ihr Verhalten sehr respektvoll und höflich. Halbelfen, die sich entschieden haben, in der Stadt zu leben werden respektiert. Die Waldläufer wiederum werden zwar von den Waldelfen anerkannt, von den Hochelfen jedoch nicht immer gern gesehen, weshalb sie sich auch selten in der Stadt aufhalten.

 

 

Das Reich der Waldelfen

 

Besonderheit



 

Die Waldelfen leben in ihren verschiedenen Sippen verstreut im Wald "Calar Taure" (Lichterwald). Es gibt jedoch ein etwas größeres Dorf mit dem Namen "Lassinende" (Blätterteich). Seinen Namen hat es erhalten, da es um einen großen Teich herum aufgebaut wurde, der fast völlig mit Seerosen bedeckt ist. Es befinden sich dort einige große Baumhäuser, aber auch Hütten. Eine dieser Hütten ist besonders groß und mit verschiedenen Verzierungen und Zeichen verziert, ihr Dach besteht aus unzähligen kleinen, leicht glitzernden Steinen, die aus dem Fluss stammen (Ein Geschenk der Wasserwesen an die Waldelfen). In dieser Hüttewerden die Versammlungen abgehalten, zu denen aus fast jeder Sippe ein Elf erscheint (siehe oben: Regierungsform)

Einwohner 18 000 Waldelfen, 1000 Waldläufer
Einrichtungen

 

Außer dem Dorf gibt es keine besonderen Einrichtungen, da sie die Schmieden in der Stadt besuchen und sich selbst um ihre Versorgung kümmern. Die wunderschönen Bögen der Waldelfen werden natürlich nicht von jeden selbst angefertigt, es gibt einige Elfen, die sich in diesem Handwerk äußerst gut verstehen und somit individuelle Bögen für die Schützen schnitzen und verzieren.

Der Wald

 

Der Wald ist ein Mischwald, in dem die verschiedensten Bäume zu finden sind. Insgesamt wird die Anzahl der Baumarten auf 600 geschätzt. Die Zahl ist so groß, da die Waldelfen viele Unterschiede bei den Bäumen machen. Jeder Baum ist für sie ein Individuum und eine Besonderheit. Es gibt aber auch viele Pflanzen und Blumen, die den Wald fröhlich erscheinen lassen. Er ist zwar sehr dicht, aber trotzdem erscheint er wie durch Zauber hell und freundlich.

Bewachung
 

Es gibt keine feste eingeteilte Bewachung, aber dennoch halten sich an den Waldrändern ständig, mit Bogenbewaffnete, Waldelfen auf. Dies wäre jedoch nicht nötig, da sich unerwünschte Besucher nicht in den Wald hineinwagen und wahrscheinlich auch nicht mehr herausgelangen würde, was jedoch nicht immer an den Waldelfen liegt.

Stimmung

 

Der Wald ist im allgemeinen sehr ruhig, außer den Geräuschen, die von den Tieren stammen. Die Waldelfen sind äußerst freundlich und aufgeschlossen, im Gegensatz zu den Hochelfen, außer bei Eindringlingen die ihnen fremd sind. Die Halbelfen und auch die Waldläufer, die den Wald bewohnen, werden von ihnen akzeptiert und können sich unbefangen im Wald aufhalten.

 

Besonderheiten

 

Eine besondere Einrichtung der Hoch- und Waldelfen ist die Akademie "Ngolwe a Maeth" (Weisheit und Kampf). Sie liegt südlich des Flusses, auf einer riesigen Lichtung nah am Waldrand. Die Akademie ist eine große Burg, mit zahlreichen Sälen und Hallen. Hier unterrichten 50 Hoch- und Waldelfen in den Künsten der Magie und des Kampfes. Die Elfen eignen sich jedoch auch anderes Wissen an, wie zum Beispiel die Geschichte der Elfen oder Völkerkunde. Hoch- und Waldelfen lehren sich gegenseitig die Dinge, in denen sie im Vorteil liegen, zum Beispiel bringen die Waldelfen den Schülern etwas über die verschiedenen Pflanzen und die Kunst des Bogenschießens bei, während Hochelfen die einzelnen Kampftechniken unterrichten. Dadurch wird die Gemeinschaft der Elfen gestärkt, wodurch sie kaum noch von zwei Elfenvölkern reden, und ihr Können erweitert. Die Elfen legen hier im Alter von 100 Jahren die so genannte "Jungelfenprüfung" ab. In diesem Alter werden sie in die Gesellschaft integriert und verlassen ihr Elternhaus.

 

In der Menschenstadt "Néfra" befindet sich eine Art Botschaft der Elfen mit dem Namen "Senda Tirith" (friedliche Wache). Diese Botschaft ist eine Festung mit hohen Mauern und vier Wachtürmen, in denen sich stets Bogenschützen befinden. Sie wird von 100 Elfen, sowohl von außen als auch von innen, bewacht, während andere 50 Elfen und auch Halbelfen einen Rat bilden, dessen Mitglieder regelmäßig ausgewechselt werden, damit niemand zu lange in der Menschenstadt bleiben muss (außer er oder sie wünscht dies). Offiziell ist dieser Rat dazu da, um den Kontakt zu den Menschen zu pflegen, wichtige Informationen zu erhalten und den Frieden zu sichern. Den Elfen aber geht es hauptsächlich darum, die Menschen im Auge zu behalten und ständig auf dem Laufenden zu bleiben, was sich bei den anderen Völkern abspielt (dies ist möglich, da in dieser Stadt verschiedene Kulturen und Völker leben). Sie misstrauen den Menschen, da die Elfen die Einstellung pflegen: Menschen leben zu kurz  um genug Weisheit und Wissen zu erlangen, aber dennoch schaffen sie es in ihrer törichten Art soviel anzurichten, für das wieder lange Zeit benötigt wird, um es zu bereinigen.

 

 

Flora und Fauna

 

Die Tierwelt im Wald der Elfen 

Die Tiere im östlichen Teil des Waldes, also im Gebiet der Waldelfen, unterscheiden sich deutlich von denen im westlichen Teil, im Gebiet der Waldechsen. Bei den Elfen sind kaum Reptilien und Amphibien anzutreffen. Man findet dort einiges Jagdwild wie Rehe und Hirsche, aber auch Puter und Hasen. Diese Tiere werden von den Waldelfen bevorzugt erlegt. Auch wenn die Tiere für die Elfen etwas besonderes darstellen, ist es für sie dennoch nötig, Fleisch zu sich zu nehmen, außerdem achten sie stets darauf, dass genügend Tiere den Wald bewohnen. Im Wald leben außerdem auch Wölfe, Füchse und Bären, die jedoch nicht so zahlreich sind. Dafür gibt es unzählige Sorten von Vögeln, von den bunten, winzigen Tulpenschwärmern bis zu den riesigen Goldadlern, die in den Felswänden leben, von denen es einige im Inneren des Waldes gibt.

 

Die Pflanzenwelt des Waldes

 

verbreitete Pflanzen
 

Besensginster, Berberitze, Feldahorn, Runzelschüppling, Grünspan-Träuschling, Schwefel-Ritterling
 

Nutzpflanzen
 

Pulverholz (zum Würzen), Kupferkirsche (vorzüglicher Essenszusatz), Samtfuß-Krempling und Natternschneckling (essbare Pilze)
 

Heilpflanzen

 

grüne Hexenkirsche (völlige Heilung), Pfauenhütchen (leicht), wolliger Schneeball(Aufhebung von Lähmung), Glimmerschüppling (dient zur Akklimatisierung des Körpers, z.B. bei Unterkühlung
 

Giftpflanzen

 

Sauerdorn (Schlafgift), Essigdorn (verursacht „Stille“), Faulbaum (Innerer Verfall des Körpers), rote Hexenkirsche (tödliches Gift), gemeiner Schneeball (Lähmung), Teufelsröhrling (Pilz, Angstgift)
 

Sonstige

Hartriegel, Traubenfuß (ungefährliches Schlafmittel), Mehlbeere (Zur Gewinnung von Reinigungsmitteln), Seidentulpe (Grundlage für Stoffe),

 

 

Sonstige Wesen

 

Neben den Waldelfen und den gewöhnlichen und bekannten Tierarten leben natürlich auch noch andere Wesen im Wald.

 

Halbelfen (sing.: Peredhel)

Halbelfen sind meist die Kinder von Waldelfen und Waldläufern. Die Hochelfen interessieren sich prinzipell nicht für Menschen, wohingegen die Waldelfen etwas aufgeschlossener sind, zumal die Waldläufer schon seit längerer Zeit den Wald bewohnen und voll akzeptiert werden. Die Halbelfen haben die Möglichkeit, sich zu entscheiden, wo sie leben möchten. Sie können in die Stadt der Hochelfen gehen, wo sie auch anerkannt werden. Sie halten sich dort meist auf den Handelsschiffen und im Hafen auf, wodurch sie auch den Kontakt zu den Menschen pflegen. Sie sind die geeigneten Vermittler zwischen den Elfen und den Menschen.

Natürlich können sie auch in den Wäldern leben, wo sie sich der Gemeinschaft der Waldelfen vollständig anpassen. Einige Halbelfen ziehen es jedoch vor, bei den Menschen zu leben, wo sie sich entweder in ihrer Gesellschaft eingliedern oder, wie es die meisten machen, in der Botschaft leben und als Diplomaten agieren.

 

Waldläufer (Rúr - Waldmenschen)

Die Waldläufer kamen ab dem Jahr 3118 EZ in den Wald der Elfen, als der Bürgerkrieg zwischen den Menschen herrschte. Einige waren Flüchtlinge, andere wollten sich einfach aus den Kämpfen raushalten. Sie haben sich zwei oder drei kleine Dörfer errichtet und leben dort nun in Frieden. Von den Waldelfen werden sie akzeptiert und helfen ihnen bei der Bewachung des Waldes. Waldläufer sind sehr geschickt mit dem Bogen, außerdem sind sie flinker und ausdauernder als andere Menschen. Sie haben sich im Laufe der Zeit den Umständen des Waldes angepasst und bewegen sich dort fast genauso sicher wie die Elfen selbst.

 

Satyrn

Dabei handelt es sich zum einen um die Satyrn, kleine bocksbeinige Wesen, die auch manchmal als „Waldgeister“ (Tavaroni) bezeichnet werden. Sie werden etwa 1,40 m groß, haben die Beine und den Unterleib von Ziegen und große, eingedrehte Hörner, die ihnen aus der Stirn wachsen. Die intelligenten und neugierigen Wesen verlassen ihre Wälder nur sehr selten. Im Grunde pflegen die meisten von ihnen nur Kontakt zu den Waldelfen, einige von ihnen hat es aufgrund ihrer Neugier jedoch auch in die große Hafenstadt Néfra gezogen, wo sie vor allem in den ausgedehnten Parks anzutreffen sind.

 

Dunkelwölfe (Lónangarmor)

Es gibt im Wald eine besondere Wolfsart, die Dunkelwölfe. Sie können bis zu 1,50 m werden, haben tiefschwarzes Fell, dass sie in der Nacht fast bis zur Unkenntlichkeit tarnt, und grelle gelbe Augen. Es gibt von ihnen nur ein Rudel mit ungefähr 20 Tieren. Niemand weiß etwas genaueres über sie, da keiner eine direkte   Begegnung mit ihnen überlebt hat. Diese unpräzise Beschreibung existiert auch nur von überlieferten Erzählungen von Waldelfen und Waldläufern, die einmal einen solchen Wolf von weiter Entfernung sehen konnten. Sie sind die gefährlichsten Tiere die den Wald bewohnen und werden auch von den Waldelfen und Waldläufern gefürchtet. Diese haben einmal versucht die Tiere zu jagen, doch sie haben nichts gefunden außer den Knochenresten ihrer Beute. Es gibt das unbestätigte Gerücht, dass ein Dämon sie beschwört hat, was die große Gefahr, die von ihnen ausgeht, und ihr geisterhaftes Auftreten begründen würde.

 

Silberpferde (Telperoccor)

Die Silberpferde sind die Reittiere der Hoch- und Waldelfen. In der Stadt der Hochelfen gibt es nur die Stallungen, in denen die Tiere stehen, die ihnen gehören. Gezüchtet und ausgebildet werden sie jedoch im Waldelfenreich. Sie sind äußerst starke, schnelle und ausdauernde Tiere mit einer Mindestgröße von 2 Metern (am Widerrist gemessen) und einem silbrig glänzenden Fell. Im Wald befinden sich auf den Lichtungen viele Koppeln und Ställe, wo sie sich in den ersten Jahren aufwachsen. Sobald sie älter und erfahrener werden, sind sie meist treue Gefährten von Elfen oder streifen durch die Wälder.

 

Wasserwesen (Néneala)

Die Wasserwesen bewohnen den Fluss „Ùlea Cuile“ der den östlichen Teil des Waldes durchzieht. Sie haben ungefähr eine Größe von einem Meter. Ihre Gestalt gleicht den eines Menschen, ihr Körper ist blaugrün und ohne jegliche Behaarung. Zwischen den Fingern und Zehen haben sie Schwimmhäute, im Gesicht Kiemen.

Ihre Haut ist sehr dick und widerstandsfähig, teilweise sogar von Schuppen bedeckt. Sie verlassen nur selten ihren Fluss, kommunizieren nur mit den Satyrn und selten mit den Waldelfen. Im allgemeinen sind sie eher scheu und zurückhaltend, aber sehr friedlich.

 

Waldnymphen (Tavarili)

Waldnymphen verkörpern die pure Lebensfreude und -lust. Sie erscheinen in weiblicher und sehr hübscher Menschengestalt, singen, tanzen und lachen. Leicht bekleidet und mit dem Beherrschen verschiedener Zauber ziehen sie andere in ihren Bann. Die Waldelfen sind gegen dieses Werben mittlerweile immun, Menschen jedoch nicht. Wenn jemand in den Bann einer Waldnymphe gerät, ist er völlig losgelöst von den irdischen Sorgen und Problemen und man kann fast sagen, er würde in anderen Sphären schweben. Er befindet sich zwar in einem sehr glücklichen und befriedigten Zustand, aber dies kann natürlich auch sehr zum Nachteil werden. Man vergisst wer man ist, erkennt seine Familie nicht mehr und ist völlig sorgenlos und gleichgültig. Die Waldnymphen wollen natürlich niemanden schaden, sie denken sie würden ihm oder ihr nur einen Gefallen tun. Sie sind sehr freundlich und auch nicht so schreckhaft wie die Wasserwesen. Wenn  man sich nur tief genug in den Wald hineinwagt, ist es nicht unwahrscheinlich einer Nymphe zu begegnen.

 

 

Religion

 

Der oberste Gott ist Ilúvatar, der Schöpfergott. Am Anfang wohnte er allein in der Leere, doch dann hauchte er seinen Gedanken ewiges Leben ein und nannte die aus ihnen entstandenen Geschöpfe Ainur, die Heiligen. Da die Ainur auch selbst etwas erschaffen wollten, erschuf Ilúvatar für sie Ea, „die Welt, die ist“, damit sie diese bevölkern konnten. Die Ainur unterteilen sich in Valar und Maiar. Die Valar sind am ehesten das, was in unserer Vorstellung Göttern entspricht, die Maiar sind weniger mächtig, man könnte sie als eine Art Engel bezeichnen.

 

 

Die Valar

 

Varda, die Sternenkönigin

Sie ist die oberste Göttin der Elfen (nach dem Universalgott Ilúvatar) und die Gemahlin von Manwe. Sie wohnt im Lichtpalast Ilmarin und wird oft „Königin des Lichts“ genannt. Sie hat die Sterne erschaffen und entzündet, wird daher von den Elfen Elbereth (Sternenkönigin) und Gilthoniel (Sternenentzünderin) genannt. Sie setzte auch das Sonnenschiff und das Mondschiff an ihre Plätze am Himmel. Weitere Beinamen: Tintalle, Elentári, Fanuilos (Ewigweiße) und Herrin der Sterne.

 

Manwe, der Herr der Winde

Er ist der höchste der Elfengötter (nach dem Universalgott Ilúvatar) und Gemahl von Varda, der Sternenkönigin. Wie seine Frau wohnt er im Lichtpalast Ilmarin, sein Name bedeutet „das Gute“. Er herrscht über die Luft, den Wind und die Wolken, alle Vögel, besonders aber die Adler sind ihm heilig. Die Elfen stehen Manwe so nahe, weil er nichts so sehr liebt wie die Dichtkunst, deren Meister sie sind. Beiname: Sulímo

 

Ulmo, der Herr der Meere

Er herrscht über jegliches Wasser, nicht nur über die Meere, Seen und Flüsse, sondern auch über den Regen, den Nebel und den Tau. Die Hochelfen von Kaefondéra verehren ihn besonders, weil er die Elfen lehrte, wie man Schiffe baut. Wenn er auf seinen großen Muschelhörnern, den Ulumúri, bläst, kommt es auf dem Meer zu Stürmen. Beiname: König Aller Gewässer

 

Yavanna, die Königin der Erde

Yavanna ist die Gemahlin von Aule, dem Schmied und die ältere Schwester von Vána, der Ewigjungen. Sie pflanzte die Samen aller Pflanzen in die Erde und schuf die Wälder und Wiesen. Zu ihrem Schutz erweckte sie auch die Baumhirten zum Leben. In ihrem Zaubergarten wachsen die Blumen, aus denen der Nektar der Götter, Miruvóre, gemacht wird.

Beinamen: Kementári, Grüngewandete, Spenderin der Früchte

 

Aule, der Schmied

Aule schmiedete die Welt, die Sonne und den Mond. Er ist der Meister der Handwerkskunst und der Herr der Erze und Edelmetalle. Er lehrte die Elfen sowohl das Schmieden hervorragender Waffen als auch die Herstellung wunderschöner Schmuckstücke. Seine Gemahlin ist die Vala Yavanna. Beinamen: Mahal, Erschaffer der Berge.

 

Vána, die Ewigjunge

Vána ist die jüngere Schwester Yavannas, der Königin der Erde und die Gemahlin von Orome, dem Jäger. Sie ist die Verkörperung des ewigen Frühlings und beschützt vor allem die Blumen und Singvögel.

 

Orome, der Jäger

Orome ist der Gemahl von Vána, der Ewigjungen und Bruder von Nessa, der Tänzerin. Er liebt es, auf seinem weißen Pferd Nahar durch die Wälder zu reiten, die er beschützt. Sein Name bedeutet „Hornbläser“, denn der Klang seines Hornes Valaróma versetzt die Diener der Dunkelheit in Angst und Schrecken. Beinamen: Araw, Béma, Herr der Wälder

 

Nessa, die Tänzerin

Sie ist die Schwester des Jägers Orome und Gemahlin von Tulkas, dem Ringer. Sie liebt den Tanz, den sie die Elfen lehrte, aber auch die Wälder, die sie zusammen mit ihrem Bruder Orome beschützt. Die Rehe sind ihr heilig.

 

Tulkas, der Ringer

Er ist der Gemahl von Nessa, der Tänzerin und der Krieger unter den Valar. Er ist ausgeglichen, schwer aus der Fassung zu bringen und liebt es, seine Kräfte mit denen anderer zu messen. Oft hilft er im Kampf gegen dunkle Mächte. Beinamen: Astaldo, der Tapfere

 

Mandos, der Herr des Schicksals

Mandos ist der Gemahl von Vaire, der Weberin und Bruder von Lórien, dem Herrn der Träume und Nienna, der Klagerin. Er wohnt in einem dunklen Haus nahe des Palastes der Klagen von Nienna, wo er über die Toten richtet. Beinamen: Námo, Wächter der Toten

 

Vaire, die Weberin

Sie ist die Gemahlin von Mandos, dem Herrn des Schicksals. Im Haus der Toten webt sie die Teppiche, die die Geschichte der Welt von ihrer Erschaffung bis zu ihrem Ende erzählen - auch die Dinge, die noch nicht geschehen sind. Nach dem Glauben der Elfen geschieht, was Vaire in ihre Teppiche einwebt.

 

Nienna, die Klagerin

Sie ist die Schwester von Mandos und Lórien, die Herrin des Mitleids und der Trauer. Sie lebt allein in einem dunklen Palast, wo sie ihre Tage mit Weinen und Klagen verbringt, denn ihre Tränen haben die Kraft zu heilen und Hoffnung zu schenken.

 

Lórien, der Herr der Träume

Er ist der Gemahl von Este, der Heilerin und der Bruder von Mandos, dem Herrn des Schicksals und Nienna, der Klagerin. Sein Name bedeutet „Traumland“, und er lebt in den goldenen Gärten, die die Valar und Maiar aufsuchen, um sich zu erholen, und in die auch die Elfen nach ihrem Tod eingehen. Er ist der Spender von Träumen und Visionen.

Beiname: Irmo

 

Este, die Heilerin

Sie ist die Gemahlin von Lórien, dem Herrn der Träume. Ihr Name bedeutet „Rast“, und sie schenkt den Leidenden lindernden Schlaf. Sie wohnt auf einer Insel in einem See in den Gärten Lóriens. Beiname: die Sanfte

 

 

Die Maiar

 

Die folgende Liste nennt nicht alle Maiar, die es gibt, sondern nur die bekanntesten und wichtigsten.

 

Eonwe

Eonwe ist der Herold Manwes und der mächtigste unter den Maiar. Seine körperliche Stärke kommt der der Valar gleich, seine Trompete verkündet ihre Ankunft. In der großen Schlacht der lichten gegen die dunklen Götter trug Eonwe Manwes Banner. Er schenkte den Elfen Weisheit und Wissen. (Man könnte ihn mit einer Art Erzengel vergleichen.)

 

Ilmare

Diese Maia ist eine Dienerin der Sternenkönigin Varda, und wird daher von den Elfen unter allen Maiar am meisten geliebt. (Auch Ilmare entspricht wohl am ehesten einem Erzengel.) Als Dienerin der Himmelskönigin ist sie der Schutzgeist der Sterne.

 

Osse, Herr der Wogen

Zusammen mit seiner Gemahlin Uinen, der Herrin der Ruhigen See, herrscht Osse über die Meere. Er dient Ulmo, dem König Aller Gewässer. Von den Seefahrern wird er wegen seiner wilden Ausbrüche gefürchtet, und sie beten zu seiner Frau Uinen, seinen Zorn zu besänftigen.

 

Uinen, Herrin der Ruhigen See

Sie ist die Gemahlin von Osse, dem Herrn der Wogen. Gemeinsam dienen sie Ulmo, dem König der Meere. So wie Osse von allen gefürchtet wird, die zur See fahren, wird Uinen von allen Seeleuten geliebt. An sie wenden sich die Gebete um eine sichere Rückkher in den Hafen.

 

Arien, die Wächterin der Sonne

Diese Maia diente einst als Feuergeist Vána, der Ewigjungen in den Gärten der Götter. Nachdem Aule aber Sonne und Mond geschmiedet hatte, machte sie es sich zur Aufgabe, jeden Tag die Sonne im goldenen Sonnenschiff über den Himmel zu fahren. Als Wächterin des Tageslichts wird sie von den Elfen besonders geliebt.

 

Tilion, der Hüter des Mondes

Tilion vom Silbernen Bogen war einst ein Maia in den Diensten von Orome, dem Jäger. Doch als Aule Sonne und Mond geschmiedet hatte, wurde es seine Aufgabe, in der Nacht, das silberne Schiff des Mondes über den Himmel zu steuern. Nur einmal im Monat hat er Pause, um an Oromes Jagd teilzunehmen.

 

Nahar, Oromes Pferd

Dieses gewaltige weiße Pferd ist das Reittier des Jägers Orome und Stammvater aller anderen Pferde. Es hilft Orome und den anderen Valar im Kampf gegen die Finsternis.

 

 

Bräuche und Sitten

 

Jeder Elf besitzt einen "Seelenstein", dieser enthält all das Wissen und die Erfahrungen, die dieser Elf gemacht hat. Wenn er stirbt, wird ihm der Stein abgenommen und an den Rat der Weisen übergeben, der dieses Wissen dem Stein entnehmen kann, um immer mehr Weisheit in der Bibliothek zu sichern und an die nächsten Generationen weiterzugeben. Durch den Besitz eines solchen Steines kann ein Elf im Moment seines Todes in die andere Welt gehen, wo seine Seele in Frieden weiterleben kann. Der Körper des Elfen wird durch eine Seebestattung beigesetzt, bei der natürlich Angehörige und Freunde, aber auch mindestens ein Mitglied des Rates und zehn Bogenschützen, anwesend sind. Dem Elfen werden seine liebsten und wichtigsten Dinge mit in das Boot gelegt, das aus weißem Holz gefertigt ist. Wenn das Boot sich vom Land entfernt hat, werden von den Bogenschützen brennende Pfeile abgeschossen, da das Feuer die Seele ganz vom Körper lösen soll.

 

 

Wirtschaft

 

Die Hochelfen betreiben ihren Handel kaum persönlich, was wohl an ihrer Umgangsweise mit anderen Völkern liegt. Somit befinden sich auf den Handelsschiffen hauptsächlich Wald- und Halbelfen. Diese wiederum beschränken sich darauf, mit den Menschen und den Waldechsen zu handeln, die an sie die Güter anderer Völker weitergeben. Ein- bis zweimal im Monat fahren sie mit einigen Schiffen zur Menschenstadt "Néfra" und ertauschen dort die gewünschten Güter. Jedoch wird bei den Elfen nicht alles ertauscht, eigentlich kaufen sie sich das meiste, da sie das reichste Volk der Insel sind.

Aus den vielen verschiedenen Früchten des Waldes wird Essen zubereitet oder Wein hergestellt. Stoffe werden aus den Pflanzen hergestellt und auch Leder gerben die Waldelfen selbst.

 

Exportgüter
 
Stoffe, zartes Fleisch (von Tieren aus den Wäldern), verschiedene Waldfrüchte, Leder, Gold, Schmuck
 
Importgüter
 
Glaswaren, Metalle (zur Herstellung von Waffen und Rüstungen), Feldanbau (wie Weizen), Schwefel,
 

 

 

Währung, Maße und Gewichte

 

Währung


 
Gold
Silber
Kupfer
 
1 Gold - 10 Silber
1 Silber - 10 Kupfer

 
Längenmaße


 
ein Haar
ein Sprung
ein Gallott
 
ca. 30 cm
ca. 2 m
ca. 1 km
 
Hohlmaße

 
ein Kelch
eine Schale
 
0,5 l
5 l
 
Gewichte
 
ein Blatt
ein Stein
1 g
1 kg

 

 

Wappen

 

Das Wappen ist das Gemeinschaftswappen der Elfen. Es wurde gewählt, um die starke Verbundenheit zwischen Hochelfen und Waldelfen zu betonen.

Es ist am Eingang der Hochelfenstadt, am Tor zum Sitz der Weisen, auf der Versammlungshütte der Waldelfen, auf den Schilden und den Wappenröcken der Krieger und an zahlreichen anderen Orten zu finden.

 

 

 

Autor der Seite: Ines
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