Oger

Geschichte / Zeitrechnung


Zeitrechnung

Da sie durch den Sturm und die Landung auf der Insel einem Schicksal als Sklaven entkommen waren, zählten Orks, Trolle und Oger seitdem die Jahre seit ihrer Ankunft auf Kaefondéra. Das Datum bezeichnen sie mit dem für diese rauen Völker ungewöhnlich poetischen Zusatz BM (seit der Befreiung durch das Meer). Beim Umgang mit anderen Völkern haben sie sich jedoch den Gepflogenheiten Kaefondéras angepasst und benutzen, wie alle anderen, die Zeitrechnung der Echsen, EZ.

 

Eckdaten der ogerischen Geschichte auf Kaefondéra (nach ogerischer und echsischer Zeit)

 

0 BM / 3302 EZ Ankunft von einigen Grünen und Braunen Orks, Trollen und Ogern auf Kaefondéra
2 BM / 3304 EZ Auf Anordnung der Hochelfe Anoriel trennen sich die Oger von Trollen, sowie Grünen und Braunen Orks und sieden sich auf der Landzunge nördlich der Krakenbucht an.
4 BM / 3306 Ein kleines Dorf mit Namen Oskor wird an der Küste gegründet.
151 BM / 3453 Oskor wird zur Hafenstadt ausgebaut
173 / 3475 Gründung der Schamanenakademie in Oskor
206 / 3508 Gründung der Stadt Korst.
234 / 3536 Eine Flutwelle zerstört die Hafenstadt Oskor
321 - 323 / 3623 - 3625 Troll-Oger-Krieg;
322 / 3624 Bündnis mit den Minotauren;
325 / 3627 Gründung des Ogerkönigreiches;
534 / 3836 eine große Seuche (Ogerpocken) rafft die Hälfte der Bevölkerung dahin;
683 / 3985 ein schweres Erdbeben erschüttert ganz Kaefondéra;
766 / 4068 die Oger verärgern einen großen Drachen, der daraufhin beinahe Oskor zerstört.
815 / 4117

Aufstand der Häuptlinge: zwei Ogerstämme lehnen sich gegen den König auf; die Rebellion wird aber 818/4120 niedergeschlagen;

1105 - 1108 / 4407 - 4410 Chimärenkriege

 

 

Regierungsform

 

Alle Oger werden von einem König bzw. derzeit von Königin Kebama regiert, die ihren Sitz in Oskor hat. Sie bestimmt aber hauptsächlich über die Belange der Hafenstadt und vertritt die Oger bei anderen Völkern. Den Häuptlingen und Schamanen der einzelnen Stämme bleibt viel Entscheidungsfreiheit, eine wirkliche, staatliche Organisation wie bei den Menschen gibt es nicht.

Jedes Jahr treffen sich die Königin sowie alle Häuptlinge und Schamanen zu einem großen Rat, bei dem Neuigkeiten ausgetauscht und wichtige Dinge abgesprochen werden.

 

 

Geographie und Städte

 

Das Gebiet, das die Oger von Kaefondéra bewohnen, ist die Rabenzunge, die südliche einer der beiden östlichen von den vier Landzungen der Insel. Es wird im Norden, Osten und Süden vom Meer, im Westen vom Roten Fluss und dem Land der Trolle begrenzt. Der einzige bedeutende Fluss jedoch ist die Rukabi, deren Südufer allerdings zum Teil schon den Goblins gehört und die in den Wolkenfängern entspringt. Im Gebiet der Oger gibt es weder Berge noch höhere Hügel, jedoch erhebt sich am Nordkap ein einzelner, hoher Gipfel, die Silberkrone, wo sich ein legendäres Orakel befindet. Die größte Stadt der Oger, Oskor, liegt an der Südküste, eine weitere, Korst, an der Rukabi. Zahlreiche Dörfer sind über die ganze Ebene verstreut, nomadische Stämme gibt es im Gegensatz zu Orks und Trollen nicht mehr.

Auf der Rabenzunge gibt es einige wundersame Orte, die mehr oder weniger gefährlich und schwer zu erreichen sind. Wie im Gebiet der Trolle gibt es hier einige Riesenpilzwälder, aber auch den Irrlichterwald im äußersten Osten, den zu betreten alles andere als ratsam ist. Auf Karnusul, einer kleinen Insel im Osten der Rabenzunge, befindet sich ein Friedhof mit den Knochen großer, reptilienähnlicher Tiere. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um einen Drachenfriedhof, doch besuchen nur sehr selten Leute die Insel, und noch weniger kehren zurück. Im Westen der Rabenzunge steht außerdem ein großer Turm, der nach wie vor von Chimären bewohnt wird, die während der Chimärenkriege nicht vertrieben werden konnten. Nachdem mehrere Eroberungsversuche scheiterten, herrscht nun eine Art Waffenstillstand zwischen den Ogern und diesen zum Teil wahrhaft ungeheuerlichen Kreaturen.

 

Die Städte und Dörfer der Orks

 

Name Oskor
Einwohner ca. 13.000 (10% Orks, 7% Ogrillons (Ork-Oger-Mischlinge), 1% Chimären)
Regierungsform Die Stadt wird von Kebama, der Königin der Oger, regiert, deren Macht sich auch auf das Umland erstreckt.
Wappen

ein schwarzer Rabe auf einem grünen Turm

Bewachung 500 Soldaten der Königin; außerdem sind etwa 75 % der Einwohner waffenfähig;
Tempel

Haupttempel des Wissensgottes Wonfar, der Blutgöttin Rakasu und des Feuergottes Sarr; wichtiger Tempel der Naturgöttin Sentu;

Besonderheiten
 
Schamanenakademie; mehrere Heiler; Pergamenthersteller; Theater; viele orkische Einwohner, dadurch auch viele Ogrillons; Scharlachklippen in der Nähe des Hafens; ein Stück außerhalb der Stadt befindet sich ein Orakel, das die Schamanen vor schwierigen Entscheidungen aufsuchen;
Gasthäuser

Zum Wilden Bären, Zum Blutigen Stier (gutes Bier, der Wirt ist ein Minotaurus), Hummerschere (billige Unterkünfte);

Stadtgeschichte


 
Gründung im Jahr 4 BM/3306 EZ als Dorf an der Küste; 151/3453 Oskor wird zur Stadt ausgebaut; 173/3475 Gründung der Schamanenakademie von Oskor; 234/3536 Eine Flutwelle zerstört große Teile der Stadt; 325/3627 Noktar, der erste König der Oger nimmt seine Residenz in Oskor; 411/3713 Gründung des Theaters; 534/3836 Die Ogerpocken töten die Hälfte der Bevölkerung von Oskor; 683/3985 Das inselweite Erdbeben zerstört Teile der Stadt; 1105 – 1108/4407-4410 Heftige Angriffe auf die Stadt während der Chimärenkriege, vor allem durch eine Riesenkrake im Hafen;
Stimmung
 
Die Oger haben sich im Laufe der Jahrhunderte zum zivilisiertesten der drei im Jahre 0 BM/3302 EZ gestrandeten Völker entwickelt. Dementsprechend ist die Stimmung in der Stadt aufgeschlossen und erstaunlich fortschrittlich. Sogar Chimären werden, nach genauer Überprüfung, toleriert. 

 

 

Name Korst
Einwohner ca. 9000 (10 % Orks und Ogrillons, 5 % Trolle, 5 % Goblins)
Regierungsform Häuptling Parrtal regiert die Stadt zusammen mit einem gewählten Rat;
Wappen grüne Perlechse auf gelb
Bewachung Stadtgarde von ca. 300 Mitgliedern; außerdem sind etwa 65 % der Einwohner waffenfähig;
Tempel Haupttempel des Kriegsgottes Schaktar und der Naturgöttin Sentu; wichtiger Tempel des Wissensgottes Wonfar;
Besonderheiten
 
Kriegerakademie; ein Hexenzirkel lebt in der Stadt; mehrere Bierbrauer; durch die Grenzlage sind 20 % der Einwohner keine Oger, sondern Trolle, Orks, Ogrillons und Goblins; in der Nähe der Stadt gibt es einen Turm, in dem viele Chimären leben;
Gasthäuser
 
Bierfass (billige Zimmer, aber gutes Bier), Zur Gehäuteten Ratte (Goblinschänke), Schaktars Blut (eine Spelunke für raueres Gesindel), Gasthaus Ogergold (gute Unterkunft; von Händlern und Magiern geschätzt);
Stadtgeschichte


 
206/3508 Gründung der Stadt durch den Silberhornstamm; 243/3545 Gründung der Kriegerakademie; 322/3624 im Troll-Oger-Krieg wird Korst von den Trollen erobert; nach Ende des Krieges zurückgegeben; 534/3836 die Ogerpocken töten über die Hälfte der Bevölkerung; 683/3985 Das große Erdbeben zerstört Teile der Stadt; 1107/4409 Während der Chimärenkriege wird die Stadt erobert; 1141 und 1187/4443 und 4489 zwei große Versuche, die verbliebenen Chimären aus dem nahen Turm zu vertreiben, scheitern;
Stimmung
 
Durch die sich aus der Grenzlage ergebenden, gemischten Bevölkerung ist die Stadt recht gastlich. Zwergen begegnet man allerdings mit Misstrauen. Chimären werden im Gegensatz zu Oskor nicht geduldet.

 

Ansonsten gibt es zahlreiche Dörfer, die über die ganze Ebene verstreut sind, nomadische Stämme existieren im

Gegensatz zu Orks und Trollen nicht mehr.

 

 

Flora und Fauna

 

Da die Rabenzunge arm an Wäldern ist, findet man hier relativ wenig Jagdwild. Nur einige, wenige Herden von Wildrindern und Elchen ziehen über die Ebene. Außerdem sind Hasen und Fasane häufig. Das fruchtbare Gebiet eignet sich jedoch hervorragend für die Viehzucht, die von den Ogern auch betrieben wird. Wegen ihrer Größe züchten sie hauptsächlich Rinder und Elche, aber auch die großen Perlechsen werden von ihnen gerne gegessen. An Wildtieren findet man vor allem Wölfe in der Nähe der kleineren Wälder sowie Füchse, Dachse und Wildkatzen – also nichts, was einem Oger gefährlich werden könnte. Neben den verbreiteten Singvogelarten gibt es viele Raben und Bussarde.

Obwohl das Gewässer um die Rabenzunge herum reich an Fischen ist, meiden die Oger das Wasser im Gegensatz zu den Trollen eher. Fischfang wir lediglich in der Hafenstadt Oskor und deren Umgebung betrieben.

 

Die Pflanzenwelt der Rabenzunge

 

verbreitete Pflanzen Disteln (v.a. Gänsedistel mit weißer Blüte und Blutdistel mit roter Blüte), Hahnendorn, Totenblume, Hexenbutter (ungenießbarer Pilz), Streifenfarn, Bocksdorn, Flockenblume;
Nutzpflanzen Färberdistel (zum Stoffe einfärben), Wilder Knoblauch, Krähenbeere, Papierblume (Papierherstellung), Perlenpilz und Keulenpilz (essbare Pilze);
Heilpflanzen Fieberklee, Götterauge, Mondwinde, Drachenbaum, Sternenmoos;
Giftpflanzen Blutnessel, Spinnenblume, Dämonenkralle, Wolfstod, Rattenpilz;
Sonstige Hexenkraut und Schlafmoos (Halluzinogene; beide wichtig für alchimistische Produkte), Flammenblumen (Bestandteil vieler Feuermagiezauber), Chamäleonlilie (wichtig für chimärische Versuche);

 

 

Sonstige Wesen

 

Irrlichter

Diese im Grunde körperlosen Wesen sehen wie schwebende, leuchtende Kugeln aus und sind hauptsächlich im Irrlichterwald im Osten der Rabenzunge zu finden. Angeblich sind es die Geister von tragisch Verstorbenen oder mit Gewalt Getöteten, die nicht zur Ruhe kommen. Sie versuchen, Sterbliche in die Dunkelheit der Wälder und in die Irre zu locken, um ihnen dann die Lebensenergie zu rauben. Wer einem Irrlicht begegnet, ist gut beraten, sofort das Weite zu suchen und sich keinesfalls auf ein Gespräch einzulassen, denn die Stimmen dieser Wesen haben eine bezaubernde Wirkung.

 

Chimären

Nach den verheerenden Chimärenkriegen in den Jahren 1105 – 1108 BM/ 4407 – 4410 EZ wurden die meisten dieser Kreaturen entweder getötet oder auf die berüchtigte Chimäreninsel zurückgetrieben. Einige jedoch blieben auf der Hauptinsel zurück, die meisten an gut versteckten Orten. Auf der Rabenzunge jedoch gibt es einen großen Turm, den sie ganz offen bewohnen und der jedem bekannt ist. Mehrere Versuche der Oger, sie von dort zu vertreiben, scheiterten. Die Kreaturen, die der Alchemist Ralek damals erschuf, sind ebenso verschieden wie furchteinflößend: Frauen, halb Mensch, halb Skorpion mit einem langen Stachelschwanz, Schlangenmenschen, Mischungen aus Bären, Wölfen und Trollen sowie Wesen, deren Blut mit dem von Dämonen vermischt wurde sind nur einige Beispiele der Geschöpfe, die in diesem Turm zu finden sind.

 

 

Religion

 

Die Religion der Oger ist der der Orks und Trolle recht ähnlich, sie verehren großteils dieselben Götter, nur unter etwas anderen Namen. Wichtig für die Kämpfer sind der Kriegsgott Schaktar in Gestalt eines Ogerkriegers und die Blutgöttin Rakasu in Gestalt einer Bärin, aber auch der Wissensgott Wonfar spielt, vor allem für die Schamanen, eine große Rolle. Er tritt als Ogerschamane mit einem Uhu auf der Schulter und Uhufüßen auf.  Der Feuergott Sarr in Gestalt eines Feuerelementars ist der Beschützer der Schmiede und des Heims, während die Naturgöttin Sentu zumeist von Hexen und Heilern verehrt wird. Sie erscheint in der Regel als Ogerfrau, von vielen Tieren umgeben.  

 

 

Bräuche und Sitten

 

Ebenso wie bei den Orks und Trollen genießen bei den Ogern die Hexen ein hohes Ansehen. Sie wirken ihre Magie nicht wie die Schamaninnen und Schamanen mit Hilfe von Naturgeistern, sondern wurden von der Göttin Sentu auserwählt. Zwar halten sie eine sehr enge Verbindung zur Natur und der Tierwelt aufrecht und leben meist fern von Städten und Dörfern, doch sind sie durch das göttliche Geschenk in der Lage, Magie aus sich selbst heraus zu wirken. Diese Fähigkeit wird von der Mutter auf die Tochter vererbt, doch binden sich Hexen selten an einen Mann, weshalb es nicht sehr viele von ihnen gibt. Sie beherrschen Zauber, die den Schamanen verschlossen sind und werden bei Auseinandersetzungen oft als Vermittlerinnen eingesetzt.

 

 

Wirtschaft

 

Wie die Trolle kamen auch die Oger im Laufe der Jahrhunderte dazu, viel Handel zu treiben, vor allem mit den Grünen Orks, den Trollen, den Sandechsen und den Menschen. An andere Völker liefern sie Zunderschwämme aus den Riesenpilzwäldern, Kohle, die in der Nähe der Silberkrone abgebaut wird, das beliebte Ogerbier und den würzigen Rabentabak. Auch die Herstellung von Papier, Pergament und Tusche ist in Oskor ein einträgliches Geschäft – ein Handelszweig, den man den eher schwerfällig wirkenden Ogern nicht ohne weiteres zutrauen würde.

 

Exportgüter
 
Zunderschwämme, Bier, Pergament, Papier, Kohle, Tusche, Tabak
 
Importgüter Schwefel (von den Sandechsen), Silber, Erz (von den Trollen), Leinen, Weizen, Glaswaren (von den Menschen), Felle, Reptilienleder (von den Orks);

 

 

Währung, Maße und Gewichte

 

Längenmaße



 
ein Finger
ein Spann
ein Schritt
eine Meile
 
=
=
=
=
 
3 cm
30 cm
3 m
3 km
 
Hohlmaße

 
ein Eimer
ein Fass
 
=
=

 
5 l
200 l
 
Gewichte


 
eine Unze
ein Block
ein Quader
 
=
=
=
 
3 g
3 kg
300 kg
 
Währung

 
Ogergold
Ogertaler
Ogerheller
=
=
=
1 Goldstück
1 Silberstück
1 Kupferstück

 

 

Schrift und Wappen

 

Schrift:

Im Gegensatz zu dem, was viele andere Völker über die Oger denken, sind sie keineswegs völlig unkultiviert. Die Oger, die sich auf Kaefondéra ansiedelten, entwickelten sogar eine eigene Schrift, die später die Trolle von ihnen übernahmen. Zwar beherrschen sie außer den Schamanen und Anführern nur wenige, doch gibt es mittlerweile schon zahlreiche Aufzeichnungen und sogar eine größere Bibliothek in Oskor.

 

Wappen der einzelnen Stämme bzw. Städte und Dörfer:

 

Oskor schwarzer Rabe auf einem grünen Turm
Korst grüne Perlechse auf gelb
Königswappen Turm, Helm und Krone

 

 

Wichtige Persönlichkeiten

 

Königin Kebama


 
Die Königin der Oger hat ihre Residenz in Oskor, ihre Macht erstreckt sich aber auch auf das Umland der Stadt. Sie vertritt die Oger zwar bei anderen Völkern. Den Häuptlingen und Schamanen der einzelnen Stämme bleibt jedoch viel Entscheidungsfreiheit, eine wirkliche, staatliche Organisation wie bei den Menschen gibt es nicht. Die Königin ist eine Schamanin, die über recht große Macht verfügt, diese aber selten einsetzt.
 
Parrtal

 

Der Häuptling des Silberhornstammes regiert die Stadt Korst etwa wie bei den Menschen ein Bürgermeister zusammen mit einem gewählten Rat. Mit Königin Kebama liegt er des öfteren im Streit, was die Politik im Ogerkönigreich angeht.
 

Die Silberne Sphinx

 

Sie ist die einzige Chimäre, die nicht nur toleriert, sondern auch respektiert wird. Nahe des Berges Silberkrone wohnt sie in einer Höhle, die die Oger vor wichtigen Entschei-dungen aufsuchen, weil sie in der Sphinx ein zaubermächtiges Orakel sehen. In der Tat haben sich schon viele ihrer Voraussagen bewahrheitet, und so wird die Sphinx auch außerhalb der Rabenzunge als Prophetin anerkannt.

 

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Eva

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