Orks

Geschichte / Zeitrechnung


Zeitrechnung

Da sie durch den Sturm und die Landung auf der Insel einem Schicksal als Sklaven entkommen waren, zählten Orks, Trolle und Oger seitdem die Jahre seit ihrer Ankunft auf Kaefondéra. Das Datum bezeichnen sie mit dem für diese rauen Völker ungewöhnlich poetischen Zusatz BM (seit der Befreiung durch das Meer). Beim Umgang mit anderen Völkern haben sie sich jedoch den Gepflogenheiten Kaefondéras angepasst und benutzen, wie alle anderen, die Zeitrechnung der Echsen, EZ.

 

Eckdaten der orkischen Geschichte auf Kaefondéra (nach orkischer und echsischer Zeit)

 

0 BM / 3302 EZ Ankunft von einigen Grünen und Braunen Orks, Trollen und Ogern auf Kaefondéra
2 BM / 3304 EZ
 
Auf Anordnung der Hochelfe Anoriel trennen sich die Grünen und die Braunen Orks. Die Grünen Orks bleiben im Grasland zwischen den Wäldern, die Braunen Orks ziehen in die Steppe südlich des Blankzahnwaldes.
15 BM / 3317 EZ Der größte der Orkstämme gründet eine feste Siedlung mit Namen Farósch am Fluss.
1991 - 1992 / 3493 - 3495 Braune Orks fallen in das Land der Sandechsen ein.
207 / 3509 Braune Orks greifen Nurmakk, die Stadt der Zwerge, an.
214 / 3516 Farósch wird von den Grünen Orks zu einer Stadt ausgebaut.
233 / 3535 Gründung einer Schamanenschule in Fasósch.
455 / 3757 Einige Menschen siedeln sich im Gebiet der Grünen Orks an und gründen das Dorf Farasal.
681 / 3983 Fasósch wird von den Trollen erobert.
683 / 3985 großer Ausbruch des Vulkans Firat
793 - 799 / 4095 - 4101 Schamanenkriege (Bürgerkrieg unter den Grünen Orks)
885 / 4187 Einige Orks infizieren sich mit der Werwolfskrankheit. Aus ihnen entwickeln sich die sog. Wolfskinder.
988 / 4290 ein heftiges Erdbeben erschüttert ganz Kaefondéra
1105 - 1108 / 4407 - 4410 Chimärenkriege

 

 

Regierungsform

 

Es gibt keine einheitliche Regierung oder einen König, dem alle Orks unterstehen. Jeder Stamm hat einen Häuptling oder eine Anführerin und einen Schamanen/eine Schamanin, die das Sagen in allen wichtigen Dingen haben und sich dabei untereinander absprechen. In Kriegszeiten, wenn ein Zusammenhalten der Stämme vonnöten ist, wird auf einer Versammlung aller Häuptlinge ein oberster Kriegshäuptling gewählt, der aber nur für die Zeit der Kampfhandlungen und auch dann nur in militärischen Dingen Befehle erteilen darf. 

 

 

Geographie und Städte

 

Das Gebiet, das die Grünen Orks von Kaefondéra bewohnen, ist eine tiefgelegene, leicht hügelige Ebene, die sowohl Ackerbau als auch Viehzucht erlaubt. Beides wird von den Orks jedoch nur sehr eingeschränkt betrieben.

Im Norden wird die Ebene durch den Lichterwald begrenzt, den Waldechsen und Waldelfen bewohnen, im Süden durch den kleinen Blankzahnwald und das Gebirge, das man die Wolkenfänger nennt. Im Westen ist das Meer die Grenze, während die schmale Ostgrenze durch den Fluss Ankasch gebildet wird.

Die beiden eigentlich bedeutenden Flüsse sind jedoch der Istarax, der die Ebene vom Echsenwald herkommend nach Westen hin durchzieht, und der Torkis, der fast in der Mitte der Ebene von den Wolkenfängern in den Istarax mündet. Die Orkstadt Farósch liegt am Istarax, während sich am Zusammenfluss von Torkis und Istarax das Dorf des kürzlich eingewanderten Barbarenstamms der Krons befindet. Weitere orkische Dörfer befinden sich am Fuß des Vulkans Firat, an der Blutbucht und im Nordwesten der Ebene, während im verzweigten Delta des Grenzflusses Ankasch ein Menschendorf, Farasal, gegründet wurde.

Außer kleineren Hainen und mehreren Hügeln gibt es in der Ebene keine nennenswerten Wälder oder Berge. Erwähnt werden muss allerdings der sich hoch über die Ausläufer des Gebirges erhebende Vulkan Firat, den die Grünen Orks als Sitz des Feuergottes betrachten. Oft werden Opfer gebracht, um den feuerspuckenden Berg zu besänftigen, aber dennoch wurde durch einen Ausbruch im Jahr 683 BM / 3985 EZ der Stamm, der am Fuß des Vulkans wohnt,  fast völlig vernichtet.

Auch drei heilige Haine sind zu nennen, in die sich die Schamanen als Vorbereitung für anspruchsvolle Rituale zurückziehen: Einer der Haine befindet sich in der Umgebung der Stadt, ein anderer in einer bewaldeten Biegung des Flusses. Am Rand des Blankzahnwaldes ist ein Hain, den die Schamanen der sogenannten Wolfskinder oft aufsuchen.

 

Die Braunen Orks leben in der Steppe, die nördlich vom Blankzahnwald und südlich durch eine nicht immer völlig klar definierte Grenze zur Wüste der Sandechsen begrenzt wird. Westlich bildet das Meer den Abschluss des Gebietes, nordöstlich die Wolkenfänger und südöstlich der Fluss Ssanat. 

In diesem flachen, eher unwirtlichen Gebiet gibt es weder Gebirgszüge noch größere Wälder oder Flüsse. Es existieren zwei Dörfer, an der Küste und im Inneren der Steppe, ansonsten leben alle Stämme der Braunen Orks nomadisch. Das Leben in Städten betrachten sie als feiges Verstecken hinter Steinmauern, weshalb sie auch ihre in einer Stadt lebenden grünen Vettern verachten.

Am Rand des Gebirges liegt ein halbvertrockneter Salzsee mit weißverkrusteten Ufern, den die Braunen Orks Tränenloch nennen und als der Blutgöttin heilig betrachten. Schamanen und junge Orks auf dem Weg zum Erwachsenen reisen oft dorthin, um in der flirrenden Hitze Visionen zu empfangen.

 

Die Städte und Dörfer der Orks

 

Name Farósch
Einwohner ca. 8.500 (10% Halborks, 5% Trolle)
Regierungsform Häuptling Korr und die Oberste Schamanin Okku teilen sich die Macht
Wappen

ein schwarzer Eber

Bewachung keine besonderen Garden, etwas 90% der Einwohner sind waffenfähig
Tempel Haupttempel des Kriegsgottes Zaktar, der Blutgöttin Rak Su und des Wissensgottes Wonwe; wichtige Tempel des Feuergottes Tschar und der Naturgöttin Senti;
Besonderheiten
 
Schamanenschule; mehrere Heiler; bekannter Echsenzüchter; Schaukampfarena; ein Spielhaus mit Bordell; halbjährlich finden Schweinerennen mit hohen Wetteinsätzen statt; gut 400 Trolle leben  in der Stadt; in der Nähe der Stadt befindet sich ein heiliger Schamanenhain;
Gasthäuser
 
Zum Lachenden Kobold, Schänke Trollzahn (im Trollviertel gelegen), Staubteufel (eine eher heruntergekommene Spelunke), Zum Roten Mond (hohe Preise, aber auch – für orkische Verhältnisse – gute Qualität);
Stadtgeschichte

 
Gründung 15 BM / 3317 EZ als besseres Zeltdorf. 214 / 3516 zur Stadt ausgebaut und mit einer Mauer umgeben. 233 / 3535 Eine Schamanenschule wird ins Leben gerufen. 681 / 3983 Farósch wird von den Trollen erobert, aber noch im selben Jahr zurückgegeben. 793 – 799 / 4095-4101 Schamanenkrieg: Bürgerkrieg unter den Grünen Orks in Farósch; 988 / 4290 Durch das Erdbeben werden Teile der Stadt zerstört. 1105 – 1108 / 4407-4410 Während der Chimärenkriege ist die Stadt heftig umkämpft, wird aber nicht eingenommen.
Stimmung Rau und kampfeslustig, aber Fremden gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen. Braune Orks und Chimären werden nicht gern gesehen.

 

Ansonsten einige Dörfer u.a. am Fuß des Firat, an der Blutbucht und im Nordwesten der Ebene, eine kleinere

Menschenansiedlung an der Mündung des Ankasch, ein Barbarendorf am Zusammenfluss von Tirkol und Istarax

sowie mehrere nomadische Stämme und die Wolfskinder im Blankzahnwald. 

 

Die großen, wichtigen Stämme sind die Stadtorks von Farósch, der Wolfsstamm vom Blankzahnwald, die Bärenfänger und die Blutfäuste (beide nomadisch).

 

Braune Orks:   zwei Stämme in kleineren, festen Ansiedlungen, an der Küste und im Landesinneren, ansonsten nomadisch lebend;

                         Die mächtigsten Stämme sind die Scharfzähne, die Löwenschlächter und die Knochenbrecher (alle nomadisch).

 

 

Flora und Fauna

 

Die Tierwelt der Menschenebene 

Im Wald sind die üblichen Wild- und Raubtiere zu finden, v.a. Hirsche, Rehe, Wildschweine, Füchse und Wölfe. Auch die eher seltene Silberkatze ist hier verbreitet, deren Pelz sehr geschätzt wird. Außerdem geht das Gerücht, dass es in diesem Wald Einhörner geben soll, aber noch keiner konnte glaubhaft versichern, eines gesehen zu haben.

In der Ebene sind eher kleinere Tiere wie Kaninchen, Wiesel und Mäuse anzutreffen. Wegen der letzteren leben in diesem Gebiet auch viele Falken (in den Städten Turmfalken). Weitere verbreitete Vögel sind Eulen, Elstern, Krähen, verschiedene Singvögel und Tauben. An der Küste sind Möwen häufig, Adler sind im Gebiet der Menschen eher selten zu sehen.

 

 

Die Tierwelt in der Ebene der Grünen Orks und der Steppe der Braunen Orks

Obgleich hervorragend für die Viehzucht geeignet, ist die Ebene auch an Jagdwild reich. An den Rändern der beiden Wälder finden sich oft Rehe und die großen Kronenhirsche, Wildschweine und Auerhähne, während einzelne Elchherden und Wildrinder durch die hügelige Ebene ziehen. In den Hügeln dieses flachen, grasigen Landes leben zahlreiche Hasen und Kaninchen, wilde Enten finden sich an den Flussufern. Die Orks unterscheiden sich unter anderem durch ihre Essgewohnheiten deutlich von Menschen oder Elfen: Sie verzehren auch bevorzugt das Fleisch von Reptilien oder Amphibien. Die mehr als schafsgroßen Perlechsen, die in der Nähe der saftigen Flussauen leben, werden ebenso gejagt und verzehrt wie die großen Fleckenkröten, Wasserschildkröten und verschiedene Schlangenarten, vor allem die ungiftige Sandnatter und eine kleine Würgeschlangenart. Aufgrund dieses Wildreichtums hat sich für die Grünen Orks nie die Notwendigkeit der Viehzucht ergeben, da der Fleischbedarf dieses Volkes trotz seines großen Umfanges durch die Jagd gedeckt werden kann. Lediglich in einigen Dörfern und in der Umgebung der Stadt Farósch werden die Perlechsen gezüchtet wie bei anderen Völkern Rinder oder Ziegen.

Neben dem Jagdwild leben in der Ebene auch viele Wildtiere, vor allem Bären, Wölfe, Füchse, Luchse, Wildkatzen und Marder, aber auch die großen, gefährlichen Silberlöwen, von denen ein Exemplar zu erlegen der Traum eines jeden Orkkriegers ist.

An Vögeln kommen in der Ebene vor allem Adler, Falken, Habichte, Raben und verschiedene Sing- und Wasservögel vor, besonders Möwen im Küstengebiet.

 

In der Steppe ist die Artenvielfalt aufgrund des unwirtlichen, trockenen Klimas geringer als in der Ebene der Grünen Orks. Als Jagdwild sind vor allem die Steppenrinder, die kleinen, wildlebenden Rüsselschweine sowie die großen Steppenechsen von Bedeutung, eine Bedrohung für die nomadischen Stämme stellen dagegen Sandlöwen, Höhlenpanther und Hyänen dar. Kleinere Raubtiere sind Steppenfüchse und Wildhunde. An Vögeln ist die Steppe nicht besonders reich, es finden sich vor allem Geier und Zwergstrauße, wogegen kleinere Echsen und giftige Schlangen häufig anzutreffen sind. Als Reittiere dienen den nomadischen Braunen Orks in aller Regel große, gehörnte Panzerechsen, die zwar nicht schnell, dafür aber äußerst kräftig und ausdauernd sind.

 

 

Die Pflanzenwelt der Ebene der Grünen Orks

 

verbreitete Pflanzen Disteln (v.a. Gänsedistel mit weißer Blüte und Eselsdistel mit grauer Blüte), Bärenohr, Habichtskraut, Hahnendorn, Zittergras, Totenblume;
Nutzpflanzen Färberdistel (zum Stoffe färben), Wilder Knoblauch, Feuersalbei, Pfefferbaum, Goldröhrling, Perlenpilz und Wiesenbovist (essbare Pilze);
Heilpflanzen Fieberklee, Götterauge, Schlangenbart, Mondwinde, Engelsfarn, Nymphenhaar (eine Moosart)
Giftpflanzen Dämonenbiss, Spinnenblume, Blutnessel, Wolfstod, Rattenpilz, Dämonenröhrling;
Sonstige
 
Fratzenblume (zaubermächtiges Gewächs, das den Betrachter in seinen Bann ziehen kann), Liebesperlenstrauch (Aphrodisiakum), Hexenkraut und Schlafmoos (Halluzinogene; beide wichtig für alchimistische Produkte)

 

Die Pflanzenwelt der Steppe der Braunen Orks

 

verbreitete Pflanzen Fadenkraut, Sonnenbraut, Steppenkerze, Schuppenwurz, Zittergras
Nutzpflanzen Pfefferbaum, Feuersalbei
Heilpflanzen Korallenwurz, Kugelblume, Götterauge
Giftpflanzen Wolfstod, Dämonenzwirn, Dornenkaktus
Sonstige Hexenkraut (Halluzinogen)

 

 

Sonstige Wesen

 

Neben den mehr oder weniger verbreiteten, aber allseits bekannten Tieren und Pflanzen existieren in den Gebieten der Grünen und Braunen Orks auch einige Wesen, deren Herkunft mysteriöser und deren Auftreten ungewöhnlicher ist.

 

Satyrn

Die Satyrn sind kleine bocksbeinige Wesen, die auch manchmal als „Waldgeister“ bezeichnet werden. Sie werden etwa 1,40 m groß, haben die Beine und den Unterleib von Ziegen und große, eingedrehte Hörner, die ihnen aus der Stirn wachsen. Obwohl sie in allen Wäldern wohnen, sind sie besonders im Lichterwald und im Blankzahnwald verbreitet. Diese intelligenten und neugierigen Geschöpfe bekommen die Orks aber nicht sehr oft zu Gesicht, da sie ihre Wälder selten verlassen. Im Grunde pflegen die meisten von ihnen nur Kontakt zu den Waldelfen, einige von ihnen hat es aufgrund ihrer Neugier jedoch auch in die große Hafenstadt Néfra gezogen, wo sie vor allem in den ausgedehnten Parks anzutreffen sind.

 

Xvart

Bei den Xvart handelt es sich um ein koboldartiges Volk von geringer Körpergröße (ca. 1 m), das in den Ausläufern der Wolkenfänger lebt. Sie zeichnen sich durch blaue Haut und zwei kleine Hörner aus und leben zumeist in kleinen Dörfern aus einfachen Rundhütten. Solange man sie in Ruhe lässt, verhalten sie sich friedlich und anderen Völkern gegenüber unbeteiligt. Einer ihrer Stämme lebt ebenfalls in Néfra.

 

Wolfskinder

Ein besonderer Fall schließlich sind die sogenannten Wolfskinder. Vor etwa 300 Jahren infizierten sich einige Orks mit der Werwolfskrankheit, doch ein Schamane fand heraus, wie man die Verwandlung kontrollieren kann. Diese Orks zogen sich als eigener Stamm in den Blankzahnwald zurück und konnten fortan ihre besonderen Fähigkeiten beherrschen statt ihnen hilflos ausgeliefert zu sein. Von den übrigen Orks werden sie sowohl ein wenig abergläubisch gefürchtet als auch verehrt, weil man ihre Verwandlung als Geschenk des Kriegsgottes Zaktar betrachtet. Angeführt werden sie derzeit von Zarf, einem halbwölfischen Schamanen, dem Sohn eines Grünen Orkschamanen und einer Grauwölfin.

 

 

Religion

 

Die Religion der Grünen und Braunen Orks dreht sich vor allem um die Begriffe Kampf und Ehre, wobei Grüne und Braune Orks dieselben Götter verehren. Eine der wichtigsten Gottheiten sind der Kriegsgott Zaktar in Gestalt eines Orkkriegers und seine wilde Schwester, die Blutgöttin Rak Su in Gestalt einer Silberlöwin, zu denen vor allem die Kämpfer beten. Der Feuergott Tschar ist der Beschützer der Schmiede und tritt meist als flammenumloderte Gestalt in Erscheinung. Die Grünen Orks glauben, dass er in dem großen Vulkan Firat wohnt. Daher werden diesem Berg regelmäßig Tiere, bisweilen sogar Orks geopfert, um ihn so zu besänftigen und am Ausbrechen zu hindern. Die Göttin Senti tritt meist in Gestalt einer Wölfin auf und wird vor allem von den Wolfskindern verehrt. Sie steht für die wilden, ungebändigten Kräfte der Natur und wird auch oft von orkischen Hexen angerufen. Der Gott der Schamanen ist Wonwe, der Gott des Wissens und der alten Geheimnisse, die von Meister zu Schüler weitergegeben werden. Er erscheint als alter Ork in grauem Umhang.

 

 

Bräuche und Sitten

 

Einer der wichtigsten Bräuche bei den Grünen wie auch den Braunen Orks ist die Blutrache. Sie wird geübt bei Mord an Angehörigen oder Freunden, Schändung einer Frau, Raub oder Diebstahl oder Beleidigungen gegen die Ehre eines Orks. Dabei muss ganz einfach der Übeltäter getötet werden, allerdings gibt es doch Unterschiede zwischen Grünen und Braunen Orks:  Bei den Grünen Orks betrifft die Blutrache nur den, der sie schwört und darf sich auch nur auf den unmittelbaren Täter beziehen. Bei den Braunen Orks muss der nächste Verwandte übernehmen, wenn der, der die Blutrache geschworen hat, dabei versagt. Außerdem darf die gesamte Sippe des Täters in den Racheakt miteinbezogen werden.

Ein von allen anderen Völkern außer Trollen und Ogern misstrauisch beäugter Brauch ist der Verzehr von Reptilienfleisch. Die Grünen wie die Braunen Orks ziehen das Fleisch von Reptilien und Amphibien dem des gewöhnlichen Jagdwildes oder Viehs vor. Die mehr als schafsgroßen Perlechsen, die in der Nähe der saftigen Flussauen leben, werden ebenso gejagt und verzehrt wie die großen Fleckenkröten, Wasserschildkröten und verschiedene Schlangenarten, vor allem die ungiftige Sandnatter und eine kleine Würgeschlangenart.

Hohes Ansehen genießen bei den Grünen und Braunen Orks die Hexen, die nicht wie die Schamaninnen und Schamanen ihre Magie mit Hilfe von Naturgeistern wirken, sondern von der Göttin Senti auserwählt wurden. Zwar halten sie eine sehr enge Verbindung zur Natur und der Tierwelt aufrecht und leben meist fern von Städten und Dörfern, doch sind sie durch das göttliche Geschenk in der Lage, Magie aus sich selbst heraus zu wirken. Diese Fähigkeit wird von der Mutter auf die Tochter vererbt, doch binden sich Hexen selten an einen Mann, weshalb es nicht sehr viele von ihnen gibt. Sie beherrschen Zauber, die den Schamanen verschlossen sind und werden bei Auseinandersetzungen oft als Vermittlerinnen eingesetzt.

 

 

Wirtschaft

 

Handel ist nicht gerade die Hauptbeschäftigung der Orks, die vor allem von der Jagd leben, und so gibt es kaum Bauern, die Feldfrüchte anbauen oder Vieh züchten. Bei einigen Stämmen werden die großen Perlechsen wegen ihres Fleisches und der Haut gezüchtet, aus der die Grünen Orks Reptilienleder herstellen. Vereinzelt baut man auch Färberdisteln an, mit denen die Orks jedoch keineswegs Stoffe, die sie selbst nicht herstellen, sondern dünnes Leder einfärben. Handel betreiben die Braunen Orks so gut wie nie, die Grünen Orks hauptsächlich mit den Trollen und Waldechsen, seltener mit den Menschen.

 

Exportgüter

 
Pelze, Leder, Reptilienleder, Waffen, Käferpanzer (Deckflügel einer nur am Rand des Blankzahnwaldes vorkommenden Käferart; v.a. bei Ogern und Menschen beliebt für gravierte, magische Amulette), Schlangenbart (Heilpflanze), Echsen (bei reicheren Menschen in letzter Zeit sehr beliebt als Haustiere)
 
Importgüter Erz (von den Trollen), Schwefel (von den Sandechsen), Leinen, Weizen, Glaswaren, (von den Menschen), Pergament (von den Ogern)

 

 

Währung, Maße und Gewichte

 

Längenmaße



 
ein Finger
eine Elle
ein Schritt
eine Meile
 
=
=
=
=
 
2 cm
20 cm
1,5 m
1,8 km
 
Hohlmaße

 
ein Krug
ein Fass
 
=
=

 
1,5 l
60 l
 
Gewichte

 
eine Unze
ein Block
 
=
=
 
5 g
2 kg
 
Währung Tauschhandel    

 

 

Schrift und Wappen

 

Schrift:

Im Gegensatz zu dem, was viele andere Völker über die Orks denken, sind sie keineswegs völlig unkultiviert. Die Grünen Orks, die sich auf Kaefondéra ansiedelten, entwickelten sogar eine eigene Schrift. Zwar beherrschen diese außer den Schamanen und Anführern nur wenige, doch gibt es mittlerweile schon zahlreiche Aufzeichnungen in Farósch.

Die Braunen Orks haben sich die Schriftsprache ihrer grünen Vettern nicht angeeignet und verachten diese als Anpassung an Menschen und Elfen. Bei ihnen wird alles Wissen nur mündlich über die Schamanen und Geschichtenerzähler weitergegeben.

 

Wappen der einzelnen Stämme bzw. Städte und Dörfer:


Grüne Orks:

die Farósch (Stadtorks) schwarzer Eber
der Wolfsstamm Werwolf
die Bärenfänger ein grauer Bär
die Blutläuste eine rote Faust

 

Braune Orks:

die Scharfzähne weißer Orkschädel
die Löwenschlächter erlegter Silberlöwe
die Knochenbrecher blutige Axt

 

 

Wichtige Persönlichkeiten

 

Grüne Orks

Häuptling Korr

 
Häuptling der Orks von Farósch; ein alter Krieger, der aber nicht den Eindruck macht, bald eines Nachfolgers zu bedürfen; er leitet Farósch streng, aber nicht grausam, anderen Völkern gegenüber ist er relativ offen; seine älteste Tochter Rall hat er zu seiner Nachfolgerin auserkoren;
 
Schamanin Okku

 

oberste Schamanin der Orks von Farósch; sie ist misstrauischer gegenüber Fremden als Korr und liegt deshalb manchmal im Streit mit ihm; als Leiterin der Schamanenschule hat sie sich jedoch sogar außerhalb ihres Volkes einen Ruf als hervorragende Zauberin erworben;
 

Häuptling Rikka
 

Anführerin des Stammes der Bärenfänger; die junge Frau hat die Position noch nicht lange inne und muss sich deshalb auch innerhalb ihres Stammes noch oft beweisen;
 

Häuptling Fratt

 

Anführer des Stammes der Blutfäuste; er ist sicher der am wenigsten aufgeschlossene und aggressivste unter den Orkhäuptlingen, was die Blutfäuste oft zu einem unberechenbaren Faktor macht;
 

Häuptling Zarf

 

halbwölfischer Schamane, Sohn eines Grünen Orkschamanen und einer Grauwölfin; er führt die Wolfskinder an, die recht abgeschieden in den Tiefen des Blankzahnwaldes leben; er erscheint nicht oft auf Stammestreffen, ist geheimnisumwittert und fast eine Art Legende; die Orks verehren ihn als von den Göttern Zaktar und Senti gesegneten Krieger;
 

Fianna

 

Anführerin der Menschen im Orkgebiet; die resolute Frau ist eine Art Bürgermeisterin des Menschendorfes Farasal; als Tochter eines Halborks, aufgewachsen in Farósch, weiß sie mit den Orks umzugehen und kann die Interessen der Menschen in der Ebene hervorragend wahren;
 

Scharbak
 

die mächtigste und bekannteste Hexe der Grünen Orks lebt recht abgeschieden im Blankzahnwald und ist selbst für ihren eigenen Stamm, die Wolfskinder, schwer zu erreichen; wie groß ihre Macht genau ist, weiß niemand, doch wagen selbst mächtige Schamanen keinen Konflikt mit ihr;

 

Braune Orks

Häuptling Shak
 

Anführer des Stammes der Scharfzähne; er beansprucht einen großen Teil der Steppe für sich und liegt deshalb in ständigem Konflikt mit Takru, der Anführerin der Löwenschlächter;
 

Schamanin Takru
 

die Anführerin der Löwenschlächter führt des öfteren Kämpfe mit den Scharfzähnen; wenn sie das nicht tut, plant sie meist Beutezüge im Gebiet der Grünen Orks;

 

Häuptling Wral

 

Anführer der Knochenbrecher; hin- und hergerissen zwischen der beiden größeren, oben genannten Stämmen, versucht der junge Krieger seine Kräfte zu sammeln und vielleicht eines Tages einen vernichtenden Schlag gegen wenigstens einen der Rivalen führen zu können;

 

Voxazorr
 

ein alter Schamane, der in der Nähe des großen Salzsees lebt; nur er selbst kann sagen, wie alt er ist und wie viel er weiß; oft suchen andere, v.a. jüngere Schamanen ihn auf und bitten ihn um Rat;

 

 

 

 

Autor der Seite: Eva
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