Trolle

Geschichte / Zeitrechnung


Zeitrechnung

Da sie durch den Sturm und die Landung auf der Insel einem Schicksal als Sklaven entkommen waren, zählten Orks, Trolle und Oger seitdem die Jahre seit ihrer Ankunft auf Kaefondéra. Das Datum bezeichnen sie mit dem für diese rauen Völker ungewöhnlich poetischen Zusatz BM (seit der Befreiung durch das Meer). Beim Umgang mit anderen Völkern haben sie sich jedoch den Gepflogenheiten Kaefondéras angepasst und benutzen, wie alle anderen, die Zeitrechnung der Echsen, EZ.

 

Eckdaten der orkischen Geschichte auf Kaefondéra (nach orkischer und echsischer Zeit)

 

0 BM / 3302 EZ Ankunft von einigen Grünen und Braunen Orks, Trollen und Ogern auf Kaefondéra
2 BM / 3304 EZ

Auf Anordnung der Hochelfe Anoriel trennen sich die Trolle von Ogern sowie Grünen und Braunen Orks und siedeln sich im Gebiet nördlich der Wolkenfänger an.

9 BM / 3311 EZ Gründung eines kleinen Dorfes mit Namen Yalxena an der Küste.
um 70 / 3372 Die Trolle bauen die ersten größeren Schiffe.
173 / 3475 Yalxena wird zur Hafenstadt ausgebaut.
194 / 3496 Gründung der Schamanenschule von Yalxena.
ab 217 / 3519 Entstehung von Piratenbanden, die Überfälle auf Handesschiffe und Küstenstädte
234 / 3536

Seeschlacht gegen die Menschen; durch die Unterstützung der Elfen werden die Trollpiraten besiegt;

244 / 3546 Gründung des Minendorfes Dorastal an den Ausläufern der Wolkenfänger;
ab 250 / 3552

erneute Piraten-Raubzüge; Auseinandersetzungen mit den Zwergen um die Minen von Dorastal;

264 / 3566 Vernichtung der Trollpiraten durch die Trolle selbst;
286 / 3588 Vertrag mit den Zwergen über die Minennutzung;
321 - 323 / 3623 - 3625 Troll-Oger-Krieg;
352 / 3654 Das Minendorf Dorastal wird zur Stadt ausgebaut.
423 / 3725 Entstehung der trollischen Hausbootsiedlung Ulrati;
683 / 3985 ein schweres Erdbeben erschüttert ganz Kaefondéra; 
708 / 4010 Angriff eines Wasserdrachen auf die Hafenstadt Yalxena;
1105 - 1108 / 4407 - 4410 Chimärenkriege;

 

 

Regierungsform

 

Es gibt keine einheitliche Regierung oder einen König, dem alle Trolle unterstehen. Jeder Stamm hat einen Häuptling oder eine Anführerin und einen Schamanen/eine Schamanin, die das Sagen in allen wichtigen Dingen haben und sich dabei untereinander absprechen. In Kriegszeiten, wenn ein Zusammenhalten der Stämme vonnöten ist, wird auf einer Versammlung aller Häuptlinge ein oberster Kriegshäuptling gewählt, der aber nur für die Zeit der Kampfhandlungen und auch dann nur in militärischen Dingen Befehle erteilen darf.

Jedes Jahr treffen sich alle Häuptlinge und Schamanen zu einem großen Rat, bei dem Neuigkeiten ausgetauscht und wichtige Dinge abgesprochen werden. In den beiden Städten gibt es verschiedene, nur dort existierende Ämter (z.B. Hafenmeister oder Minenverwalter), die – zum großen Unverständnis anderer Völker außer den Zwergen – alle zwei Jahre ausgelost werden.

 

 

Geographie und Städte

 

Das Gebiet, das die Trolle von Kaefondéra bewohnen, ist eine grasige Ebene nördlich der Wolkenfänger, die nur stellenweise für Ackerbau geeignet ist. Das Trolland wird im Westen vom Fluss Ankasch und im Osten vom Gebiet der Oger begrenzt. Nördlich bildet das Meer die Grenze, südlich die Ausläufer der Wolkenfänger und der Rote Fluss.

Die großen und bedeutenden Flüsse im Trollgebiet sind die Grenzflüsse Ankasch und der Rote Fluss, die beide in den Wolkenfängern entspringen, sowie der Slort, ein Nebenfluss des Roten Flusses, an dessen Mündung die Hafenstadt Yalxena liegt und auf dem das Erz aus Dorastal verschifft wird. Weitere trollische Dörfer befinden sich in der gesamten Ebene verstreut, an der Küste nahe bei Yalxena gibt es auch eine größere Hausbootsiedlung mit Namen Ulrati. Bedeutende Wälder existieren im Gebiet der Trolle nicht, die einzige Erhebung bilden die nördlichen und östlichen Ausläufer der Wolkenfänger.

In der großen Sternbucht nördlich des Trollgebietes liegen die drei Inseln Lonn, Lorr und Loss. Auf Lonn leben angeblich ungewöhnlich viele Feenwesen wie Kobolde, Nymphen und Dryaden. Außerdem treffen sich dort die trollischen Hexen zu ihren geheimen Ritualen. Auf Lorr gibt es eine Mine, in der die Trolle Smaragde und das äußerst seltene, auch von den Elfen begehrte, Mondsilber abbauen.

Ein ungewöhnlicher Ort ist der See Pamlaq, der am Rand der Wolkenfänger liegt. Es geht die Sage, dass niemand, der darin badete, je wieder gesehen wurde. In der Nähe der Hafenstadt befinden sich die Singenden Steine, eine Gruppe großer Findlinge, die häufig von Schamanen aufgesucht werden, die auf der Suche nach Visionen sind. Angeblich sprechen die Steine zu denen, die sie für würdig halten.

 

Die Städte und Dörfer der Trolle

 

Name Yalxena
Einwohner ca. 10.000 (7% Goblins, 5% Grüne Orks)
Regierungsform Häuptling Turak und ein Rat, dessen Sitze jedes Jahr verlost werden
Wappen

ein Schiff mit roten Segeln

Bewachung 300 Stadtwachen; außerdem sind etwa 80 % der Einwohner waffenfähig;
Tempel Haupttempel der Handelsgöttin, des Kriegsgottes Sakta und des Wissensgottes Fonfar; wichtige Tempel des Feuergottes Taar, der Blutgöttin Raku und der Naturgöttin Zenta;
Besonderheiten
 
berühmte Götterstatue der Zenta (Werk der Troll-Bildhauerin Lann Scharfzahn); Schamanenschule; mehrere Heiler; Speckstern- und Rochenzüchter; ein Viertel wird von Goblins bewohnt; Singende Steine in der Nähe der Stadt;
Gasthäuser Zur Wilden Sau, Borstiger Eber (vor allem von Händlern als Unterkunft genutzt, gute Qualität), Enterhaken (Piratenkneipe), Mauseloch (Goblinschänke)
Stadtgeschichte



 
Gründung im Jahre 9 BM/3311 EZ als kleines Küstendorf; 70/3372 Bau der ersten großen Trollschiffe; 173/3475 Yalxena wird zur Stadt ausgebaut; 194/3496 Gründung der Schamanenschule von Yalxena; 423/3725 Nach Streitigkeiten verlassen einige Trolle Yalxena und gründen die Hausbootsiedlung Ulrati. 683/3985 Große Zerstörungen durch das Erdbeben; 708/4010 Angriff eines Wasserdrachen auf die Stadt; 1106/4408 Während der Chimärenkriege wird die Stadt erobert, aber im Jahr darauf mit Hilfe der Grünen Orks wieder freigekämpft.
Stimmung
 
Yalxena ist eine Handelsstadt, in der zwar hauptsächlich Trolle, Goblins und Grüne Orks leben, jedoch auch viele Menschen, Oger und Echsen auf der Durchreise sind. Dadurch herrscht eine offene und aufgeschlossene Atmosphäre in der Stadt.

 

 

Name Dorastal
Einwohner ca. 5.000 (5% Oger)
Regierungsform Häuptling Kall und Minenverwalterin Erass sprechen sich untereinander ab.
Wappen schwarze Spitzhacke auf rot
Bewachung 200 Gardisten; außerdem sind fast 90 % der Einwohner waffenfähig;
Tempel Haupttempel des Feuergottes Taar und der Blutgöttin Raku, wichtige Tempel der Handelsgöttin, des Kriegsgottes Sakta und der Naturgöttin Zenta;
Besonderheiten

terrassenförmig in die Wolkenfänger gebaut; mehrere Erzminen; große Tigerpilzzucht; in der Nähe befindet sich der See Pamlaq, der angeblich verflucht ist;

Gasthäuser

Drachenei (gute Qualität, hohe Preise), Zur Donnernacht, Schiefer Galgen (billige Absteige für zweifelhaftes Gesindel);

Stadtgeschichte


 
244/3546 Die ersten Minen werden in den Wolkenfängern angelegt. 250 – 286/3552-88 Streitigkeiten mit den Zwergen um die Erzminen von Dorastal; 286/3588 Ein Vertrag mit den Zwergen garantiert den Trollen die Minennutzung. 352/3854 Dorastal wird zur Stadt ausgebaut. 683/3985 schweres Erdbeben; eine Mine wird vollständig verschüttet; 1105 – 1108/4407-4410 Während der Chimärenkriege viele Angriffe auf die Stadt, die aber nicht erobert werden kann.
Stimmung
 
In Dorastal herrscht ein eher rauer Umgangston, und man ist hier nicht so offen wie in der Hafenstadt Yalxena. Fremde werden misstrauisch beäugt, solange es sich nicht um Chimären handelt aber geduldet. Auch Goblins sind nicht gerne gesehen.

 

Ansonsten mehrere Dörfer an der Küste und im Landesinneren, ein Piratenschlupfwinkel an der Küste und die Hausbootsiedlung Ulrati in der Nähe von Yalxena. Es gibt nur noch wenige, sehr kleine Gruppen von nomadischen Trollen.

 

 

Flora und Fauna

 

Die Tierwelt im Gebiet der Trolle 

An Jagdwild bietet die Ebene zwischen der Sternbucht und den Wolkenfängern vor allem Wildrinder, Hasen und Fasane, an den Flussläufen auch viele wilde Enten und Gänse. Diese Tiere werden von den Trollen ebenso gejagt wie die etwa ziegengroßen Perlechsen, die auch den Grünen Orks als Nahrung dienen. Trolle ernähren sich ebenso von Reptilienfleisch wie von dem anderer Jagdtiere und geben keinem von beiden den Vorzug. In der Hafenstadt Yalxena und bei den Küstenstämmen wird viel Fischfang betrieben, vor allem Thunfisch, Blaubarsche und Fächerfische sind beliebt, aber auch andere Meeresfrüchte wie Krebse, Muscheln, Hummer und Meeresschnecken, sogar Seeigel und Seepferdchen verschmäht man nicht. Gezüchtet werden von den Küstentrollen vor allem Blutrochen und die großen Specksterne, die nur an der Südküste der Sternbucht vorkommen. Das Fleisch beider Meerestiere ist auch bei anderen Völkern, vor allem den Menschen, beliebt, und es wird viel Handel damit getrieben.

Die Wildtiere im Gebiete der Trolle sind größtenteils dieselben wie im Gebiet der Grünen Orks: Bären, Wölfe, Füchse, Luchse, Wildkatzen und Marder, aber auch die großen, gefährlichen Silberlöwen. In den Gewässern vor der Küste leben auch viele Streifen- und Fleckenhaie.

An Greifvögeln kommen im Trollgebiet vor allem Adler und Bussarde vor, außerdem viele Raben, verschiedene Singvögel und Möwen im Küstenbereich.

 

Die Pflanzenwelt im Gebiet der Trolle

 

verbreitete Pflanzen

Disteln (v.a. Gänsedistel mit weißer Blüte und Blutdistel mit roter Blüte), Hahnendorn, Totenblume, Filzkraut, Hundszahn, Hexenbutter (ungenießbarer Pilz)

Nutzpflanzen

Färberdistel (zum Stoffe einfärben), Wilder Knoblauch, Krähenbeere, Seifenbaum (Seifenherstellung), Perlenpilz, Samtfußseitling und Koboldstrompete (essbare Pilze)

Heilpflanzen Fieberklee, Götterauge, Mondwinde, Goldtropfen, Silbermoos
Giftpflanzen

Blutnessel, Spinnenblume, Kuckucksblume, Wasserpest (Wasserpflanze), Rattenpilz, Natternkopf;

Sonstige
 
Hexenkraut und Schlafmoos (Halluzinogene; beide wichtig für alchimistische Produkte), Nixenkraut (Bestandteil für viele Wassermagiezauber), Lampionblume (leuchten in der Nacht, wichtig für viele alchimistische Produkte)

 

Außerdem sind die riesigen Tigerpilze, die bis zu 2 m hoch werden, typisch für die Ebene. Sie wachsen zum Teil wild an den Ausläufern der Wolkenfänger, werden von den Trollen aber auch angebaut. Das getrocknete Hutfleisch wird gegessen oder zum Handeln verwendet. 

 

 

Die Tierwelt im Gebiet der Trollen der Ebene der Grünen Orks und der Steppe der Braunen Orks

Obgleich hervorragend für die Viehzucht geeignet, ist die Ebene auch an Jagdwild reich. An den Rändern der beiden Wälder finden sich oft Rehe und die großen Kronenhirsche, Wildschweine und Auerhähne, während einzelne Elchherden und Wildrinder durch die hügelige Ebene ziehen. In den Hügeln dieses flachen, grasigen Landes leben zahlreiche Hasen und Kaninchen, wilde Enten finden sich an den Flussufern. Die Orks unterscheiden sich unter anderem durch ihre Essgewohnheiten deutlich von Menschen oder Elfen: Sie verzehren auch bevorzugt das Fleisch von Reptilien oder Amphibien. Die mehr als schafsgroßen Perlechsen, die in der Nähe der saftigen Flussauen leben, werden ebenso gejagt und verzehrt wie die großen Fleckenkröten, Wasserschildkröten und verschiedene Schlangenarten, vor allem die ungiftige Sandnatter und eine kleine Würgeschlangenart. Aufgrund dieses Wildreichtums hat sich für die Grünen Orks nie die Notwendigkeit der Viehzucht ergeben, da der Fleischbedarf dieses Volkes trotz seines großen Umfanges durch die Jagd gedeckt werden kann. Lediglich in einigen Dörfern und in der Umgebung der Stadt Farósch werden die Perlechsen gezüchtet wie bei anderen Völkern Rinder oder Ziegen.

Neben dem Jagdwild leben in der Ebene auch viele Wildtiere, vor allem Bären, Wölfe, Füchse, Luchse, Wildkatzen und Marder, aber auch die großen, gefährlichen Silberlöwen, von denen ein Exemplar zu erlegen der Traum eines jeden Orkkriegers ist.

An Vögeln kommen in der Ebene vor allem Adler, Falken, Habichte, Raben und verschiedene Sing- und Wasservögel vor, besonders Möwen im Küstengebiet.

 

In der Steppe ist die Artenvielfalt aufgrund des unwirtlichen, trockenen Klimas geringer als in der Ebene der Grünen Orks. Als Jagdwild sind vor allem die Steppenrinder, die kleinen, wildlebenden Rüsselschweine sowie die großen Steppenechsen von Bedeutung, eine Bedrohung für die nomadischen Stämme stellen dagegen Sandlöwen, Höhlenpanther und Hyänen dar. Kleinere Raubtiere sind Steppenfüchse und Wildhunde. An Vögeln ist die Steppe nicht besonders reich, es finden sich vor allem Geier und Zwergstrauße, wogegen kleinere Echsen und giftige Schlangen häufig anzutreffen sind. Als Reittiere dienen den nomadischen Braunen Orks in aller Regel große, gehörnte Panzerechsen, die zwar nicht schnell, dafür aber äußerst kräftig und ausdauernd sind.

 

 

Die Pflanzenwelt der Ebene der Grünen Orks

 

verbreitete Pflanzen Disteln (v.a. Gänsedistel mit weißer Blüte und Eselsdistel mit grauer Blüte), Bärenohr, Habichtskraut, Hahnendorn, Zittergras, Totenblume;
Nutzpflanzen Färberdistel (zum Stoffe färben), Wilder Knoblauch, Feuersalbei, Pfefferbaum, Goldröhrling, Perlenpilz und Wiesenbovist (essbare Pilze);
Heilpflanzen Fieberklee, Götterauge, Schlangenbart, Mondwinde, Engelsfarn, Nymphenhaar (eine Moosart)
Giftpflanzen Dämonenbiss, Spinnenblume, Blutnessel, Wolfstod, Rattenpilz, Dämonenröhrling;
Sonstige Fratzenblume (zaubermächtiges Gewächs, das den Betrachter in seinen Bann ziehen kann), Liebesperlenstrauch (Aphrodisiakum), Hexenkraut und Schlafmoos (Halluzinogene; beide wichtig für alchimistische Produkte)

 

Die Pflanzenwelt der Steppe der Braunen Orks

 

verbreitete Pflanzen Fadenkraut, Sonnenbraut, Steppenkerze, Schuppenwurz, Zittergras
Nutzpflanzen Pfefferbaum, Feuersalbei
Heilpflanzen Korallenwurz, Kugelblume, Götterauge
Giftpflanzen Wolfstod, Dämonenzwirn, Dornenkaktus
Sonstige Hexenkraut (Halluzinogen)

 

 

Sonstige Wesen

 

Harpyien

Die Harpyien sind Wesen, die zur Hälfte aus einem Vogel, zur anderen Hälfte aus einem Menschen bestehen. Aus dem Vogelkörper, der einer Mischung aus Geier und Rabe ähnelt, wächst der Leib einer Frau, deren Arme in die Flügel übergehen, während das Gesicht ebenfalls menschlich ist, jedoch mit einem Vogelschnabel anstelle von Mund und Nase. Sie bewohnen Höhlen und Klüfte in den Ausläufern der Wolkenfänger und gelten als räuberisch und angriffslustig. Nicht selten fallen ihnen Händler zum Opfer, die auf Nebenwegen den Brennenden Pass, den Hauptweg über das Gebirge, zu umgehen versuchen. Obwohl wahrscheinlich chimärischen Ursprungs existierten sie schon lange vor Raleks Zeiten auf Kaefondéra. Wie sie sich vermehren ist unklar, da bislang nur weibliche Exemplare gesichtet wurden. Sicher ist aber, dass die meisten Harpyien über magische Kräfte verfügen und sich selbst oft als Hexen bezeichnen.

 

Xvart

Bei den Xvart handelt es sich um ein koboldartiges Volk von geringer Körpergröße (ca. 1 m), das in den Ausläufern der Wolkenfänger lebt. Sie zeichnen sich durch blaue Haut und zwei kleine Hörner aus und leben zumeist in kleinen Dörfern aus einfachen Rundhütten. Solange man sie in Ruhe lässt, verhalten sie sich friedlich und anderen Völkern gegenüber unbeteiligt. Einer ihrer Stämme lebt in der großen Menschenstadt Néfra.

 

 

Religion

 

Die Religion der Trolle ist der der Orks und Oger recht ähnlich, sie verehren großteils dieselben Götter, nur unter etwas anderen Namen. Wichtig für die Kämpfer sind der Kriegsgott Sakta in Gestalt eines Trollkriegers und die Blutgöttin Raku in Gestalt einer Frau mit Bärenkopf, aber auch der Wissensgott Fonfar spielt, vor allem für die Schamanen eine große Rolle. Er tritt als Mann mit Rabenflügeln und Rabenkopf auf.  Der Feuergott Taar in Gestalt eines Feuerelementars ist der Beschützer der Schmiede und des Heims, während die Naturgöttin Zenta zumeist von Hexen und Heilern verehrt wird. Sie erscheint in der Regel als Trollfrau mit Pflanzenhaar. Neben diesen traditionellen Trollgöttern ist bei den Trollen Kaefondéras noch eine weitere Gottheit hinzugekommen: Da sich die Trolle sehr dem Handel zuwandten, übernahmen sie von den Menschen den Engel des Handels, den sie allerdings als Göttin in Gestalt eines Schwanes verehren. Diese bizarre Enzwicklung wird mittlerweile allerdings nur noch von den Elfen als merkwürdig empfunden.

 

 

Bräuche und Sitten

 

Ein Brauch, durch den sich die Trolle sehr von allen anderen Völkern Kaefondéras, auch Orks und Ogern,  unterscheiden, ist die sogenannte Mehrehe. Man kann sich so viele Ehepartner nehmen, wie man will, solange alle Beteiligten und bisherigen Ehepartner einverstanden sind. So kommt es bei den Trollen häufig vor, dass ein Mann mehrere Frauen oder eine Frau mehrere Männer hat bzw. mehrere Ehemänner und –frauen zusammenleben. Kinder innerhalb solcher Familienverbände werden von allen, die dazu gehören, als die eigenen anerkannt, auch wenn sie von einem oder gar zwei anderen Partnern stammen. Dieser Brauch führt zu oft sehr komplexen und komplizierten Familiengeflechten, die für Angehörige anderer Völker schwer zu durchschauen sind.

Ebenso wie bei den Orks genießen bei den Trollen die Hexen ein hohes Ansehen. Sie wirken ihre Magie nicht wie die Schamaninnen und Schamanen mit Hilfe von Naturgeistern, sondern wurden von der Göttin Zenta auserwählt. Zwar halten sie eine sehr enge Verbindung zur Natur und der Tierwelt aufrecht und leben meist fern von Städten und Dörfern, doch sind sie durch das göttliche Geschenk in der Lage, Magie aus sich selbst heraus zu wirken. Diese Fähigkeit wird von der Mutter auf die Tochter vererbt, doch binden sich Hexen selten an einen Mann, weshalb es nicht sehr viele von ihnen gibt. Sie beherrschen Zauber, die den Schamanen verschlossen sind und werden bei Auseinandersetzungen oft als Vermittlerinnen eingesetzt.

 

 

Wirtschaft

 

Unter den drei Völkern, die im Jahr 0 BM/3302 EZ an der Westküste Kaefondéras strandeten, Trolle, Orks und Oger, entwickelten sich die Trolle zu einem Volk von Händlern. Obwohl sie nichts von ihrer Stärke und Wildheit einbüßten und nach wie vor beachtliche Krieger blieben, lernten sie bald von den Menschen, große Schiffe zu bauen, mit denen sie Handel über das Meer treiben konnten. Außerdem verfügten sie über einige wichtige Güter, die sonst auf Kaefondéra nur selten zu bekommen sind, so zum Beispiel das von den Elfen sehr geschätzte Mondsilber, das äußerst schmackhafte Speckstern- und Riesenpilzfleisch sowie Perlen aus der Muschelzucht. Außerdem verkaufen sie Erz und Smaragde billiger als die Zwerge.

 

Exportgüter

 
Erz, Mondsilber, Smaragde, Pelze, Leder, Perlen, Perlmutt, Riesenpilzfleisch, Specksternfleisch, Rochenfleisch,
 
Importgüter Schwefel (von den Sandechsen), Leinen, Weizen, Glaswaren, (von den Menschen), Pergament (von den Ogern), Reptilienleder (von den Orks);

 

 

Währung, Maße und Gewichte

 

Längenmaße



 
ein Halm
eine Hand
ein Schritt
eine Meile
 
=
=
=
=
 
3 cm
30 cm
2 m
2 km
 
Hohlmaße

 
eine Urne
ein Fass
 
=
=

 
4 l
100 l
 
Gewichte


 
eine Feder
ein Stein
ein Zehnstein
 
=
=
 
10 g
2 kg
20 kg
 
Währung

 
Trollgold
Trolltaler
Trollkreuzer
=
=
=
1 Goldstück
1 Silberstück
1 Kupferstück

 

 

Schrift und Wappen

 

Schrift:

Im Gegensatz zu dem, was viele andere Völker über die Trolle denken, sind sie keineswegs völlig unkultiviert. Die Trolle, die sich auf Kaefondéra ansiedelten, übernahmen die Schrift der Oger, die diese selbst entwickelt hatten. Zwar beherrschen sie außer den Schamanen und Anführern nur wenige, doch gibt es mittlerweile schon zahlreiche Aufzeichnungen und sogar eine kleine Bibliothek in Yalxena.

 

 

Wappen der einzelnen Stämme bzw. Städte und Dörfer:

 

Yalxena Schiff mit roten Segeln
Dorastal schwarze Spitzhacke auf rot
Ulrati goldener Hummer

 

 

Wichtige Persönlichkeiten

 

Turak

 
Häuptling der Hafenstadt Yalxena; Turak ist ein weiser Mann, der mit Hilfe seines Rates die Stadt schon lange umsichtig verwaltet; einst sehr aktiv im Kampf gegen die Trollpiraten, lenkt er seit über zehn Jahren die Geschicke von Yalxena;
 
Tevvu

 

Hafenmeisterin von Yalxena; die energische Trollin achtet darauf, dass in dem großen Hafen alles mit rechten Dingen zugeht und sich keine unliebsamen Gäste in die Stadt einschleichen; mit Dieben und Herumtreibern macht sie kurzen Prozess;
 

Kall
 

der Häuptling von Dorastal hat in der Stadt mit einigen Kriminalitätsproblemen zu kämpfen, denn oft stranden hier Glücksritter, denen dann doch nur die Arbeit in den Minen bleibt; obwohl er sein Bestes tut, fällt es ihm schwer, die Lage in den Griff zu bekommen;
 

Erass

 

Minenverwalterin von Dorastal; sie hat das eigentliche Sagen in der Stadt und Bestechlichkeit wird ihr wohl nicht umsonst unterstellt; es gibt anscheinend irgendein Geheimnis, mit dem sie Häuptling Kall erpresst, da er ihren Machenschaften nichts entgegen setzt;
 

Rimak

 

Kapitän der größten trollischen Piratenbande; im Gegensatz zu den Kapitänen kleinerer Schiffe ist er recht umgänglich und sieht sogar davon ab, kleine Küstendörfer zu überfallen; er hat sich auf reiche Handelsschiffe spezialisiert und könnte mit den Worten „charmanter Schurke“ umschrieben werden;
 

Naku & Lakka

 
die zwei bekanntesten trollischen Hexen; die Schwestern leben in der Nähe von Dorastal und geben in der Regel gerne Auskünfte in magischen Fragen; ihr Rat wird auch in politischen Angelegenheiten geschätzt, daher lädt man sie regelmäßig zu den Ratsversammlungen ein;
 
Azlid
 

berühmte Jägerin, auch die Bärentöterin genannt; sie lebt allein in den Ausläufern der Wolkenfänger und kommt ab und an nach Yalxena, um ihre Pelze zu verkaufen; die Tochter einer Trollin und eines Ogers gibt wenig von sich preis, ist aber in der Wildnis verirrten Wanderern oft eine Hilfe;

 

Außerdem geht im Gebiet der Trolle das Gerücht, dass in einer der zahlreichen Höhlen der Wolkenfänger eine Riesin lebt. Sie soll eine Art Prophetin sein und schon seit Jahrtausenden auf Kaefondéra leben, aber es wagen nur wenige, diese Höhle aufzusuchen, und noch weniger kehren zurück…

 

 

 

Autor der Seite: Eva
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